Es sollte ein gemütlicher Familientag bei brütender Hitze im Strandbad Gänsehäufel in Wien werden – doch er endete in einer Tragödie. Um 16 Uhr wurden am Sonntag die Einsatzkräfte alarmiert, weil ein Familienvater plötzlich spurlos verschwunden war, nachdem er sich im Wasser abkühlen wollte.
Der 39-Jährige war vor den Augen seiner Kinder untergegangen. Taucher der Wiener Berufsfeuerwehr und Mitglieder der Berufsrettung rückten aus, um den Vermissten zu suchen. Laut Berufsrettung dauerte es nicht lange, bis die Einsatzkräfte auf den vermissten Badegast im Wasser in der Nähe des östlich liegenden Strandes stießen.
Sofort wurde der 39-Jährige aus dem Wasser geborgen. Wie lange der zweifache Familienvater bereits unter Wasser war, ist unklar. Es dürfte sich laut „Krone“-Informationen um etwa 20 bis 30 fatale Minuten gehandelt haben.
Die nach der Bergung gesetzten Reanimationsmaßnahmen waren schlussendlich leider erfolglos – für den Vater kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch am Unfallort. Die Kinder des Verunglückten mussten an Ort und Stelle von einem Krisenteam betreut werden.
Vermisste Person am Vormittag wohlauf gefunden
Gegen 11.30 Uhr war es im Gänsehäufel bereits zu einem ersten größeren Einsatz gekommen: Ein Rettungshubschrauber kreiste über der Sandinsel, nachdem eine Person nicht mehr zu ihrem Platz zurückgekehrt und deswegen als vermisst gemeldet worden war.
Auf „Krone“-Anfrage bestätigte Pressesprecher Markus Dittrich den Einsatz. Die Sorge war zunächst groß, doch wenig später folgte die Entwarnung: Laut Wiener Berufsrettung konnte die vermisste Person wohlauf aufgefunden werden. Der zweite Einsatz des Tages, die Suche nach dem 39-Jährigen, endete hingegen leider tragisch.
Ob es sich bei dem tragischen Todesfall um einen Unfall oder einen medizinischen Notfall handelt, ist derzeit noch unklar, die Hitze könnte die Situation zusätzlich jedoch verschärft haben.
Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad steigt nicht nur die Belastung für den Körper deutlich, sondern auch das Risiko für Kreislaufprobleme und Notfälle im Wasser – besonders an stark frequentierten Badetagen wie diesem Sonntag.
Die Hitze hatte schon in den frühen Morgenstunden Tausende Wienerinnen und Wiener zwecks Abkühlung in die Freibäder und an die Gewässer der Stadt getrieben. Besonders am Gänsehäufel herrschte dichtes Gedränge.
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