Wasser wird knapp

Im Südburgenland heißt es: Dusche statt Badewanne!

Burgenland
08.08.2026 08:00

Immer mehr Gemeinden im Burgenland verschärfen ihre Wasserspar-Appelle. In Litzelsdorf (Burgenland) ist der Wasserverbrauch bereits deutlich gesunken.

Jetzt zählt wirklich jeder Tropfen: Immer mehr Gemeinden verschärfen angesichts der anhaltenden Trockenheit ihre Appelle zum Wassersparen. Während vielerorts bereits auf Poolfüllungen, Rasensprengen und Autowaschen verzichtet werden soll, verteilen Kommunen inzwischen sogar Informationsblätter mit konkreten Spartipps für den Alltag.

Kaputte Toiletten reparieren lassen
So heißt es in einem Aufruf des Wasserverbandes Mariasdorf-Bad Tatzmannsdorf-Oberschützen, unter anderem: kurz duschen statt baden, den Wasserhahn beim Zähneputzen abdrehen, Waschmaschinen und Geschirrspüler nur voll beladen im Eco-Programm laufen lassen sowie tropfende Wasserhähne oder undichte WC-Spülungen möglichst rasch reparieren.

Notversorgung mit Wasser
So sollen die Trinkwasserversorgung und ausreichende Löschwasserreserven auch in den kommenden Wochen gesichert werden. Der Hintergrund ist ernst: Seit Wochen fehlt der dringend benötigte Regen, gleichzeitig treibt die Hitze den Wasserverbrauch in die Höhe. Bereits mehrere Gemeinden im Südburgenland werden über eine Notversorgung mit Trinkwasser beliefert. Bürgermeister und Wasserverbände appellieren deshalb an die Bevölkerung, unnötigen Wasserverbrauch zu vermeiden.

Dass diese Aufrufe Wirkung zeigen können, zeigt das Beispiel Litzelsdorf. Dort hatte die Wassergenossenschaft zu Sparmaßnahmen aufgerufen und zugleich Kontrollen bei auffällig hohem Wasserverbrauch angekündigt. Wer trotz Verbots einen Pool mit Trinkwasser befüllt, muss laut Statuten mit einer Strafe von 500 Euro rechnen.

Litzelsdorf: Erste Erfolge beim Wassersparen
Offenbar mit Erfolg: Lag der tägliche Wasserverbrauch am 2. August noch bei 211 Kubikmetern und zwei Tage später bei 207 Kubikmetern, wurden am 5. August nur noch 162 Kubikmeter verbraucht.

Für Obmann Peter Fassl ist das ein Zeichen, dass die Botschaft angekommen ist. Entscheidend sei nicht das Strafen, sondern das Bewusstsein, dass Wasser gerade in einem Hitzesommer wie diesem keine Selbstverständlichkeit ist.

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