Luise Platter plant seit Jahren Luxushochzeiten für Paare aus Amerika. Der „Krone“ erzählt sie, wie viel so etwas kostet und welcher Sonderwunsch aktuell am häufigsten genannt wird.
Im Juni und Mai fällt in der Stadt am öftesten das Jawort. Aber nicht nur von Wienern. Denn internationale Gäste gehen hier immer mehr den Bund der Ehe ein. Hautnah dabei ist Luise Platter – nämlich von Anfang an. Die Hochzeitsplanerin hat sich auf ausländische Brautpaare spezialisiert.
„Krone“: Frau Platter, welches Klientel kann sich eine Luxus-Hochzeit in einem fremden Land leisten?
Luise Platter: Das darf ich Ihnen leider nicht sagen. Aber es sind viele Selbstständige, Banker und Investoren. Mein Hauptklientel sind eigentlich die Amerikaner. Generell kommen 95 Prozent aller Paare, die ich begleite, aus dem Ausland.
Was bringt sie nach Wien?
Viele haben einen Bezug zur Stadt, haben einen schönen Urlaub hier verbracht oder irgendeine Verbindung. Wien boomt immer mehr. Vor allem werden die Veranstaltungen größer. Heute kommen 200 bis 300 Gäste pro Hochzeit aus Amerika.
Und als Location dienen dann meist Schloss Schönbrunn und Belvedere, nehme ich an?
Im Luxussegment auf jeden Fall. Das sind die beliebtesten. Auch alle Palais, etwa das Palais Coburg, sind gefragt. Die Dinner vor der Hochzeit werden gerne in den Wiener Heurigen abgehalten.
Wie groß muss das Budget dafür sein?
Der Großteil der Luxushochzeiten, die ich begleitete, hat ein Budget von mindestens 100.000 Euro. Das Paar und ihre Gäste sind ja meistens auch mehrere Tage in Wien. Niemand, der kein großes Budget hat, würde so eine große Hochzeit im Ausland feiern. Es gibt aber natürlich auch billigere Alternativen. Auch mit einem kleineren Budget kann man sich Wien leisten.
Wie viele Hochzeiten planen Sie denn so pro Jahr?
Ich beschränke mich auf zehn bis 15 pro Jahr. Die Hochzeiten werden immer aufwendiger. Früher habe ich über 22 Hochzeiten pro Jahr betreut. Mittlerweile plane ich im Schnitt eineinhalb bis zwei Jahre pro Veranstaltung.
Wie wird man eigentlich Hochzeitsplanerin?
Ich war auf einer Tourismusschule, dann habe ich Tourismusmanagement in Holland studiert und im Master Eventmanagement im britischen Brighton. Ich habe dann noch einen Kurs als Weddingplanerin absolviert und mich selbstständig gemacht.
Und das ist dann direkt aufgegangen?
Ja, voll. Ich wollte, seit ich klein war, Hochzeiten planen. Damals haben mich alle ausgelacht, weil sie meinten, davon kann man nicht leben. Das sei kein Beruf, haben sie mir gesagt. Ich habe einfach durchgezogen.
Sind über die Jahre irgendwelche Sonderwünsche herausgestochen?
Aktuell wollen alle ein Streichquartett. Ich organisiere das gerade echt für jede Hochzeit. Vor allem mit Songs aus der Netflix-Serie Bridgerton. Die hat einen Hype ausgelöst.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.