Anführer, Torschütze, Schmähbruder – Marko Arnautovic glänzt bei der Endrunde in vielen Rollen ++ Ein KI-Video, das 2056 spielt, sorgt für Gänsehaut ++ Nur bei Messi wird auch er ernst …
„Ich könnte den ganzen Tag Rosen streuen, mit Blumen werfen, über ihn schwärmen. Also hört mir auf mit ihm. Über ihn brauchen wir nicht reden. Er ist der Größte aller Zeiten, es wird nie wieder so einen Großen geben wie ihn. Damit ist alles gesagt.“ Bei Lionel Messi wird auch ein Marko Arnautovic kurzfristig ernst, fast ehrfürchtig.
„Jetzt leg los!“
Ansonsten feuert Österreichs Rekord-Kicker bei der WM abseits des Rasens aus allen Lagen – mit Schmähs. „Warte, warte, jetzt rede ich, sonst vergesse ich die Frage“, dirigierte er neben sich Paul Wanner auf dem Podium der Pressekonferenz vor dem Argentinien-Hit am Montag. „Jetzt leg los“, wollte er dann vom 20-Jährigen Lobeshymnen hören. Authentisch, witzig – typisch Arnie! So liebt ihn (mittlerweile) Österreich.
Aber Marko kann auch anders: Dass Argentiniens Goalie Emiliano Martinez einen algerischen Sieg über Österreich prophezeite, lässt ihn kalt. Auf die Provokation steigt er nicht ein.
„Die größte Nation“
Sein WM-Debüt gegen Jordanien war eine „Achterbahnfahrt“: „Ihr kennt mich, ich war beleidigt, sauer, dass ich nicht gespielt hab‘. Aber es war wichtig, der Mannschaft von der Bank ein gutes Gefühl zu geben“, so der 37-Jährige.
Der nach der Pause in den Mittelpunkt rückte. Als der Ball neun (!) Minuten nicht im Spiel war. Zunächst annullierte der VAR sein Tor, dann folgte die Trinkpause. „Der Moment war nicht schön“, war Arnie auf 180, versammelte die Mannschaft: „Glaubt an euch, die Chancen kommen!“
„Da habe ich mit den Tränen gekämpft!“
Arnautovic als Anführer, dem alle folgen. Und er belohnte sich ja mit dem Elfertor zum 3:1. „Ihr kennt mich, da habe ich wieder mit den Tränen gekämpft“, gab der Rekordteamstürmer zu.
Jetzt kommt Argentinien, zu viele Worte möchte der Routinier über den Weltmeister aber gar nicht verlieren: „Wir müssen auf uns schauen, egal ob Messi spielt. Bei ihnen müssen wir alle hervorheben. Es ist eine der größten Nationen, wenn nicht die größte Nation.“
„Da hat die KI verkackt“
Noch hat Rangnick den Spielern seine erste Elf nicht verraten. Wohl auch, weil Stefan Posch seine Maske erst testen muss. Arnautovic wird jeden „Job“ annehmen. Auch den als Bundespräsident. Wie in dem genialen Internet-Video „Weltmeister Oida“, das im Jahr 2056 spielt, Österreichs WM-Titel 30 Jahre danach feiert. Da bekommt auch Arnautovic Gänsehaut: „Aber ich schaue in 30 Jahren sicher besser aus. Da hat die KI verkackt.“
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