Der aus Vorarlberg stammende „Rockprofessor“ geht noch einmal auf große Tour. Der „Krone“ verrät er, worauf sich die Fans freuen dürfen und „dass der Oide noch immer den Grätschnschritt beherrscht“.
Längst hat Allroundkünstler Reinhold Bilgeri seine Schwingen weit über die Musik hinaus ausgestreckt. Er ist Autor, Produzent, Regisseur, Poet und nach wie vor der „Rockprofessor“. Das ist auch der Grund, warum der 76-jährige Vorarlberger, dem wir Hits wie „Video Life“, „Love is Free“, „Missing You“, „Oho Vorarlberg“ oder „Some Girls Are Ladies“ zu verdanken haben, noch einmal auf Tour geht.
Von Anfängen mit Falco bis heute
„Ich denke dabei auch oft an die Zeit, als ich zeitgleich mit Falco, im Jahr 1981, meine Solokarriere gestartet habe“, erinnert sich Bilgeri an seine Anfänge – beide Künstler hatten damals denselben Produzenten, Robert Ponger – zurück. Jetzt steht er am 3. Juli mit seiner Rockband auf der Bühne beim Donauinselfest, am Tag danach rockt er in Niederösterreich beim „Sound Festival“ weiter, bis in den August. „Da werde ich am 15. in Wiesen im Burgenland gemeinsam mit den Austro-Pop-Legenden Boris Bukowski und Minisex so richtig aufgeigen“, verspricht er schon jetzt den Fans.
Woher nimmt er all die Energie? Es kann wohl nur der Drang danach sein, seine Kunst unter die Menschen bringen zu wollen. Außerdem will er beweisen, „dass der Oide noch immer den Grätschenschritt beherrscht“, witzelt er in der „Krone“ über seine Agilität von damals, von der er offenbar bis zum heutigen Tag nichts eingebüßt hat.
Das ist auch der Grund, warum er „ganz nebenbei“ auf Lesetour (Termine unter reinholdbilgeri.at) geht. „Ich bin in insgesamt 25 Städten, in ganz Österreich unterwegs. Dabei ist jede Lesung eigentlich eine Performance, sozusagen eine Multimedia-Show. Denn ich zeige da auch Filmausschnitte meiner Filme, wie zum Beispiel von ,Der Atem des Himmels‘“, erzählt er über sein Monsterprogramm heuer.
Bilgeri nach Stones-Vorbild
Ach ja, und dann wäre natürlich noch die Frage, ob Bilgeri wirklich zum letzten Mal auf der Bühne steht? Immerhin feiert er mit seiner Tour ja eigentlich sein 60-jähriges Bühnen-Jubiläum. ADABEI zählt da auf seine sprühende Energie und darauf, dass auch Rocker wie die Rolling Stones schon oft ihren Abschied groß angekündigt haben – den sie zum Glück bis zuletzt nicht eingehalten haben ...
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