Schwarz-Blau hat es sich mit Gmünd vertan, sagt Grünen-Chefin Krismer. Die Volksbefragung in Gmünd sei nur ein Symptom davon. Konkret fragt man dort in einer Woche, ob die Stadt das Land klagen soll.
Am Sonntag, 28. Juni, sind die Bürger von Gmünd gefragt! Bei einer Volksbefragung wird entschieden, ob die Stadt den Erhalt des Spitals einklagen soll. Helga Krismer und die Grüne Gesundheitssprecherin Silvia Moser haben sich im Waldviertel umgehört. „Dort ist das Vertrauen von ÖVP und FPÖ komplett verspielt worden.“ Moser – selbst Waldviertlerin – habe schon vor einem Jahr gespürt, welch „giftiger Cocktail“ sich in der Region zusammenbraue.
Es wurde zu wenig geredet
Die Volksbefragung sei jetzt die letzte Konsequenz des Versagens. „Das Thema Gesundheit ist eben mit Ängsten verbunden“, sagt Krismer. Ein Jahr lang hätte man Zeit gehabt, den Menschen Sicherheit zu geben. Passiert das nicht, sei ein Aufstand der Bevölkerung nur logisch.
Die Stadt war Vertragspartner, als das Krankenhaus an das Land übergeben wurde. Dann sei die Abmachung für den Gesundheitspakt 2040+ einseitig aufgekündigt worden. Bald könnten wegen der Schließungspläne Richter am Zug sein. „Wir alle wissen, wenn man sich vor Gericht begibt, wird die Unsicherheit noch verstärkt, und zwar für beide Seiten“, warnt Krismer. Sie empfiehlt Schwarz-Blau, Fehler einzugestehen und mit den Menschen wieder in einen Dialog zu treten. Der Verein „LK Gmünd bleibt“ gibt indes heute ab 17 Uhr Infos zur Volksbefragung im Stadthotel Goldener Stern. Die Infoveranstaltung wird auch per Livestream ausgestrahlt.
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