Eingeschlagene Fenster, beschädigte Türen und zerstörtes Inventar: Bei einem Einbruch in die alte Volksschule in Oberwart (Burgenland) entstand ein Schaden von rund 12.000 Euro. Die Stadt will die Verursacher zur Kasse bitten.
Jugendbanden sorgen in Oberwart zunehmend für Ärger. Beschwerden über Sachbeschädigungen und Belästigungen häufen sich. Für neuen Unmut sorgt nun ein Einbruch in die alte Volksschule.
Fenster, Türen und Inventar zerstört
Langeweile, eine Mutprobe oder ein dummer Streich? Egal, was der Auslöser war: Die Aktion kommt die Stadt teuer zu stehen. Mehrere Burschen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren waren vor wenigen Tagen in das seit knapp einem Jahr leer stehende Gebäude in der Schulgasse eingedrungen. Über ein Kellerfenster gelangten sie ins Innere, wo sie Fenster und Türen beschädigten sowie Inventar zerstörten.
Die Jugendlichen wurden auf frischer Tat ertappt. Anzeige wurde erstattet. Bei den Verdächtigen handelt es sich laut Bürgermeister Georg Rosner um Amtsbekannte. „Wir haben immer wieder mit Jugendgruppen zu tun, die durch Sachbeschädigungen und andere Vorfälle auffallen. Das sorgt nicht nur bei der Bevölkerung für Ärger, sondern verursacht auch hohe Kosten“, sagt Rosner. Laut Versicherung beläuft sich der Schaden an der Volksschule auf rund 12.000 Euro.
Müssen Verursacher die Kosten übernehmen?
Die Stadt werde jedenfalls prüfen, ob die entstandenen Kosten bei den Verursachern beziehungsweise deren Erziehungsberechtigten regressiert werden können. „Wie kommt der Steuerzahler dazu, für mutwillige Zerstörungen aufzukommen?“, stellt Rosner klar. Für den Bürgermeister braucht es neben Konsequenzen auch mehr Verantwortungsbewusstsein. „Die Jugendlichen sollten ihre Energie lieber in eine sinnvolle Beschäftigung stecken und arbeiten gehen, anstatt fremdes Eigentum zu beschädigen“, betont Rosner.
„Irgendwann reicht es. Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit dafür bezahlen muss. Wer fremdes Eigentum beschädigt oder andere einschüchtert, muss die Folgen seines Handelns tragen“, macht Rosner seinem Ärger Luft.
Polizei legte Jugendbande bereits das Handwerk
Einer Jugendbande konnte die Polizei das Handwerk legen. Der Rädelsführer (17) – der Syrer kam mit der Flüchtlingswelle 2015 nach Österreich und lebte in Wohngemeinschaften teils für schwer erziehbare Kinder – war stets auf kriminellen Streifzügen. Per Linienbus ist er zu den Tatorten in und rund um Oberwart gefahren.
Einbrüche in die HBLA, Lokale und Geschäfte wurden verübt, Kinder vor dem Einkaufszentrum EO mit dem Messer bedroht. DNA-Spuren überführten den Serientäter, er ist in Haft.
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