Eine in Graz bekannte Autokratzerin sorgt erneut für Ärger: Vergangene Woche wurde in der Wolkensteingasse im Bezirk Lend wieder ein Fahrzeug beschädigt. Betroffene und Behörden zeigen sich einmal mehr ratlos, da es bislang keine nachhaltige Lösung für das Problem gibt.
„Es muss endlich etwas passieren“, sagt Gerhard Dengg und schüttelt den Kopf. Der Grazer saß vergangene Woche in seinem VW T-Roc und erledigte gerade E-Mails, als plötzlich eine Frau die linke Seite seines Fahrzeugs zerkratzte. „Ich bin natürlich sofort ausgestiegen, habe die Täterin zur Rede gestellt und Fotos gemacht. Sie hat mir lediglich geantwortet, dass jemand sie geärgert habe“, erzählt der Mann.
500 Euro Selbstbehalt
Der Vorfall ereignete sich in der Wolkensteingasse (Bezirk Lend), unweit von Denggs Firma, einem zahntechnischen Labor. „Ich habe sofort Polizei und Versicherung verständigt. Wirklich helfen kann niemand. Gott sei Dank habe ich wenigstens eine Vollkasko, sodass ich ,nur’ auf dem 500-Euro-Selbstbehalt sitzenbleibe“, sagt der Betroffene.
Im Büro von Bürgermeisterin Elke Kahr war man am Donnerstag über den neuerlichen Vorfall informiert. Vor rund einem Jahr hatte man versucht, für die Frau eine geeignete Unterbringung zu finden, nachdem diese in der Vergangenheit bereits Dutzende Fahrzeuge wahllos beschädigt hatte. Dabei fällt dieser „Spezialfall“ eigentlich nicht in die Zuständigkeit der Stadt.
„Rechtlich nur wenige Möglichkeiten“
Auch bei der Polizei ist man alarmiert. „Das stellt ein echtes Problem dar. Die Polizei nimmt selbstverständlich jede Anzeige entgegen, rechtlich gibt es derzeit jedoch nur wenige Möglichkeiten, eine nachhaltige Lösung herbeizuführen“, erklärt Sprecher Fritz Grundnig.
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