Wirbel um Freizeitpark

Diese „Oreschnik“-Rakete ist für Kinder gemacht

Ausland
16.06.2026 11:28

In einem Freizeitpark in St. Petersburg sorgt eine neue Kinderattraktion für Diskussionen: Ein Fallturm ist nämlich nach der Hyperschallrakete „Oreschnik“ benannt worden. Attraktion hebt bis zu 16 Kinder in die Höhe, dreht sich dort kurz und lässt die Fahrgäste anschließend im freien Fall wieder nach unten sausen.

Das Fahrgeschäft hebt bis zu 16 Kinder in die Höhe, dreht sich dort kurz und lässt die Fahrgäste anschließend im freien Fall wieder nach unten sausen. Während der Park Divo Ostrov die Fahrt als spannendes und familienfreundliches Erlebnis bewirbt, stößt insbesondere die Namenswahl auf Kritik. Mehrere Besucher äußerten gegenüber Medien, dass eine Kinderattraktion keinen Namen tragen sollte, der mit einer tödlichen Waffe verbunden ist. Einige hielten einen neutralen Namen wie „Rakete“ für deutlich passender.

Die Kinderherzen lachen, viele Eltern sind aber über das Vorbild für die jüngste Attraktion in ...
Die Kinderherzen lachen, viele Eltern sind aber über das Vorbild für die jüngste Attraktion in diesem Freizeitpark in St. Petersburg nicht erfreut.(Bild: AFP/OLGA MALTSEVA)

Mit einer geschätzten Reichweite von bis zu 6000 Kilometern kann die atomwaffenfähige ballistische Mittelstreckenrakete Oreschnik mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit selbst Ziele in Westeuropa innerhalb von Minuten erreichen. Kiew verfügt über kein Mittel zur Abwehr dieser Waffe.

Diese „Rakete“ ist aber keineswegs mit Atomsprengköpfen bestückbar.
Diese „Rakete“ ist aber keineswegs mit Atomsprengköpfen bestückbar.(Bild: EPA/ANATOLY MALTSEV)

„Oreschnik“ als Antwort auf ATACMS und „Storm Shadow“
Die Existenz dieser neuen Rakete, die mit Hyperschallgeschwindigkeit fliegen kann, hatte Russland am 21. November 2024 enthüllt, als es mit ihr eine Rüstungsfabrik im ostukrainischen Dnipro angriff. Moskau zufolge handelte es sich um die Reaktion auf damalige ukrainische Angriffe auf Russland mit US-Raketen vom Typ ATACMS und britischen „Storm Shadow“-Raketen.

Mittlerweile hat nach russischen Angaben die Serienproduktion der „Oreschnik“-Rakete begonnen. Das mit Russland verbündete Belarus, das an mehrere EU-Länder grenzt, verkündete, dass die Rakete im Dezember 2025 auf seinem Territorium stationiert worden sei.

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