Schon siebenmal hat es heuer in Oberösterreich Mordalarm gegeben. Eine gerichtliche Aufarbeitung wird vermutlich aber lediglich in zwei der Fälle überhaupt möglich sein. Bei allen anderen haben die Täter Suizid begangen.
Für Polizei und Justiz ist der Mordfall von Taufkirchen an der Pram abgeschlossen, es gibt keine weiteren Ermittlungen mehr. Ähnlich war das heuer auch schon bei den meisten anderen Mordermittlungsfällen (Linz-Urfahr, Wels, Feldkirchen bei Mattighofen und Eberschwang) in Oberösterreich.
Von bisher sieben ähnlich gelagerten Tötungen mit insgesamt acht Opfern werden vermutlich überhaupt nur zwei vor Gericht aufgearbeitet werden können, weil die anderen Täter alle Suizid begingen.
In einem Fall (der Ermordung eines 49-jährigen Immobilienmaklers in der Linzer Harrachstraße) gibt es vorerst aber noch nicht einmal einen Verdächtigen, hier tappen die Kriminalisten offenbar – wie berichtet – weiter im Dunkeln.
Zu einem Mordprozess dürfte es heuer lediglich im Fall des in der Linzer Bismarckstraße mit einem Messer attackierten Afghanen Mahmoud A. (26) kommen, der gemeinsam mit zwei Landsleuten einem bedrohten älteren Autofahrer zu Hilfe gekommen war. Über den Tatverdächtigen, einen 34-jährigen Kroaten, wurde vorerst die Untersuchungshaft verhängt.
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