Üble Überreste

Ärger über Wildcamper im Nationalpark Kalkalpen

Oberösterreich
18.06.2026 11:20

Igitt! Obwohl auf den Parkplätzen des Nationalparks Kalkalpen in Oberösterreich Übernachtungen eigentlich verboten sind, gibt es immer wieder Probleme mit den Hinterlassenschaften der Besucher.

„Wie wollen die Leute sicher nicht davon abhalten, die Natur bei uns zu erleben“, erklärt Sophie Kepplinger, Sprecherin des Nationalparks Kalkalpen. Ein Posting des Naturreservates in den sozialen Medien war in der Vorwoche auf große Resonanz und teilweises Unverständnis gestoßen.

Übernachtungen sind verboten
In dem Beitrag wurde darauf hingewiesen, dass auf den Nationalpark-Parkplätzen im Bodinggraben ab der Scheiblingau Übernachtungen aller Art verboten sind. Seit ein paar Wochen werde das auch mit Schildern kundgetan, aber regelmäßig ignoriert würden. „Das Problem sind dabei weniger die Autos, die dort stehen, sondern der Müll und andere Hinterlassenschaften der dort Schlafenden“, sagt Kepplinger. Zwar sei der Parkplatz mit einer gewissen Infrastruktur und einer WC-Anlage ausgestattet, „das ist aber nur auf Tagesgäste ausgelegt“, so die Sprecherin.

Eigentlich gibt‘s da keine Unklarheiten.
Eigentlich gibt‘s da keine Unklarheiten.(Bild: Nationalpark Kalkalpen)

Vermehrt gibt es Probleme
Neu sei das Verbot nicht, doch in letzter Zeit hätte es wieder vermehrt Meldungen von Mitarbeitern über übervolle Mistkübel oder Probleme bei der Entsorgung des Inhaltes von chemischen Toiletten gegeben. „Außerdem sind die Nacht- und Morgenstunden eine sensible Zeit für die Tiere des Nationalparks“, so Kepplinger.

Auch das Fliegen mit Drohnen ist verboten
Gästen, die gerne eine Nacht im Nationalpark verbringen möchten, würde beispielsweise der Biwakplatz Steyrsteg zur Verfügung stehen. „Da bleibt das Auto am Parkplatz stehen, und die Besucher wandern mit dem Zelt dorthin und können campieren“, sagt Kepplinger.

Das Übernachtungsverbot wurde auch in der seit heuer geltenden Managementplanverordung des Nationalparks verankert, in der Schutz und Nutzung des Gebiets geregelt sind. Darin ist auch zu lesen, dass Hunde verpflichtend an der Leine geführt werden müssen und das private Fliegen mit Drohnen im Nationalpark verboten ist.

Auch am Attersee 
Probleme mit Wildcampern gibt es nicht nur in den Kalkalpen. Erst im Vorjahr wurde am Ostufer des Attersees ein nächtliches Parkverbot eingeführt.

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