Stiglechner-Pleite

61 insolvente Tankstellen werden jetzt verkauft

Oberösterreich
18.06.2026 09:20
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

61 Tankstellen, die trotz Insolvenz des Linzer Tankstellenbetreibers Stiglechner in Betrieb sind, sollen nun paketweise verkauft werden. Zwei Drittel davon sollen in den kommenden zwei Wochen den Besitzer wechseln.

Rückblick in den Dezember 2025: Damals meldeten zwei Unternehmen der Linzer Stiglechner-Gruppe Insolvenz an. Die Unternehmensgruppe betreibt Tankstellen in ganz Österreich, unter der Eigenmarke IQ sowie den Marken Shell, Eni und BP. Im Februar des heurigen Jahres wurden dann rund 125 Millionen Euro Schulden anerkannt. Es ist eine der größten Pleiten Oberösterreichs – die „Krone“ berichtete.

Verkaufsprozess läuft bereits
Seit Beginn der Insolvenz sind rund zehn Tankstellen geschlossen worden. Die  61 verbliebenen stehen nun vor dem Verkauf. „Der Startschuss für die bestmögliche Einzel- und Paketverwertung der Stiglechner-Tankstellen-Standorte ist erfolgt“, sagt Masseverwalter Norbert Mooseder in einem Bericht der „OÖN“. Dreizehn Standorte seien bereits bei der Sitzung des Gläubigerausschusses am Mittwoch veräußert worden. Das größte Paket umfasse 18 Tankstellen. Bei den Käufern soll es sich weitgehend um österreichische Tankstellenbetreiber handeln – um wen genau, wird nicht bekanntgegeben. Für knapp ein Drittel der Tankstellen gebe es noch keinen Käufer.

Mooseder rechnet unter anderem durch den Verkauf der Tankstellen mit einer Gläubiger-Quote im zweistelligen Bereich, möglicherweise auch über 20 Prozent. Von der Insolvenz sind rund 500 Beschäftigte betroffen.

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