Lange nicht gefunden

Mordalarm in Wels: Vater bringt Tochter (19) um

Oberösterreich
09.02.2026 05:45

Wieder Mordalarm in Oberösterreich! Ein 51-jähriger Welser soll seine nackte Tochter (19) erstickt und sich dann selbst getötet haben. Die schreckliche Tat blieb lange unbemerkt – die „Krone“ kennt die Details.

Ein Vater tötet seine Tochter und dann sich selbst: Über Wochen blieb ein Drama im Welser Stadtteil Wimpassing (Oberösterreich) unbemerkt. Erst drei Tage nachdem die 19-Jährige und der 51-jährige Ungar als vermisst gemeldet wurden, machten Polizisten die erschreckenden Entdeckungen in den fußläufig nur zehn Minuten entfernt liegenden Wohnungen. Der Arbeitgeber der Frau wandte sich an die Beamten, als diese nicht an ihrem Arbeitsplatz erschien.

Verweste Leichen fast zeitgleich gefunden
Zuerst sah man in der Bleibe der 19-Jährigen nach und fand dort ihre nackte Leiche. Der Körper der jungen Frau war schon stark verwest, wies aber keine offensichtlichen Verletzungen auf. Laut dem vorläufigen Autopsieergebnis starb die Tochter an einem „fremdhändigen Angriff gegen den Hals“. Wenig später dann eine ähnliche Schockmeldung aus der Wohnung des Vaters. Auch er wurde tot aufgefunden – der Zustand der Leiche war ähnlich wie der seiner Tochter, stark verwest. Nur war hier die Todesursache offensichtlich: Der 51-Jährige hatte sich selbst getötet.

In dieser Siedlung wurde die Leiche der 19-Jährigen gefunden.
In dieser Siedlung wurde die Leiche der 19-Jährigen gefunden.(Bild: Markus Wenzel)
In diesem Wohnhaus wurde die Leiche des Vaters gefunden.
In diesem Wohnhaus wurde die Leiche des Vaters gefunden.(Bild: Markus Wenzel)

Vater nahm das Motiv der Bluttat mit ins Grab
Die Kriminalisten konnten den Tathergang soweit rekonstruieren, dass der Vater zu einem unbekannten Zeitpunkt, aber vermutlich schon vor mehreren Wochen, seine Tochter in deren Wohnung getötet habe und sich dann unmittelbar danach bei sich daheim selbst getötet hatte.

Laut Kerstin Kutsam, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wels, seien die beiden am 25. Dezember des Vorjahres gemeinsam aus Ungarn heimgekommen. Die Leichen wurden schließlich am 26. Jänner gefunden. Den genauen Todeszeitpunkt konnte die Obduktion nicht klären.

Ermittlungen noch nicht abgeschlossen
Über das tatsächliche Motiv kann mangels Abschiedsbrief nur spekuliert werden. Die Auffindungssituation der Leichen lässt natürlich viel Raum für Spekulationen zu, die Ermittler gehen aber davon aus, dass der Grund für den Vater in einer Erkrankung bzw. Beeinträchtigung der Tochter zu suchen sein könnte. Kutsam bestätigte, dass die 19-Jährige an einer Beeinträchtigung litt, immer wieder autoaggressives und selbstverletzendes Verhalten gezeigt habe und auf Betreuung angewiesen war.

Zitat Icon

Die Ermittlungen brachten keine Hinweise auf ein Mitwirken eines weiteren Täters. Die Umstände sind kriminalistisch geklärt.

Gottfried Mitterlehner, Leiter des Landeskriminalamts OÖ, auf „Krone“-Anfrage.

Die Ermittlungen sind für die Staatsanwaltschaft aber noch nicht abgeschlossen, denn es stehen unter anderem noch die chemisch-toxikologischen Analyseergebnisse aus. Erst danach werde man seriös sagen können, ob noch eine weitere Person an der Tat beteiligt war.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.
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