Es waren offenbar fürchterliche Zustände, die auf einem Bauernhof im Bezirk Rohrbach (OÖ) geherrscht haben. Ein Ehepaar hielt dort sechs Alpakas, soll diese aber völlig vernachlässigt haben. Zwei der Tiere verendeten, vier weitere konnten gerade noch rechtzeitig befreit werden. Die Staatsanwaltschaft Linz hat gegen beide nun Strafanträge eingebracht.
Alpakas sind mit ihren runden freundlichen Gesichtern nicht nur bei Kindern äußerst beliebt. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Tiere sieht man auch hierzulande immer öfter.
Anonyme Anzeige
Ein Mühlviertler Ehepaar (48 und 46) hielt auf seinem Hof im Bezirk Rohrbach gleich sechs Alpakas, war damit offenbar aber heillos überfordert.
Das zeigte sich bei einer behördlichen Kontrolle durch den Amtstierarzt nach einer anonymen Anzeige mit Foto, die Fürchterliches zutage förderte. Zwei der Tiere waren so krank, dass sie verendeten, vier weitere ebenfalls in einem extrem schlechten gesundheitlichen Zustand.
Massiv unterernährt und zentimeterdick im Dreck
„Die Alpakas waren unterernährt und standen zentimeterdick in ihren Exkrementen, der Stall war nicht ausgemistet und es gab viel zu wenig Einstreu“, sagt Ulrike Breiteneder, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Linz.
Die Anklagebehörde hat gegen die Besitzer nun einen Strafantrag wegen Tierquälerei eingebracht. Den beiden – der Mann war strafrechtlich bisher unbescholten, die Frau hat bereits eine nicht einschlägige Vorstrafe – drohen bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe. Sie sind geständig. Ihre Rechtfertigung: eine wichtige Arbeitskraft am Hof sei ausgefallen, sie selbst danach angeblich überfordert gewesen.
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