22-jähriger Spender

Stammzellen für kranke Florentina (3) gefunden

Oberösterreich
19.06.2026 11:20

Die dreijährige Florentina aus Oberösterreich leidet an einer sehr seltenen Krankheit und ist auf Stammzellen angewiesen. Glücklicherweise wurde ihr genetischer Zwilling gefunden, und am 8. Mai bekam das tapfere Mädchen im St. Anna Spital in Wien die hoffentlich rettende Spende.

Die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Stammzellenspender zu finden, liegt bei 1:500.000. Entsprechend groß war die Freude bei Florentinas Familie, als sie von den Ärzten die Nachricht bekamen, dass ein genetischer Zwilling für die schwer kranke Dreijährige entdeckt wurde.

Auch Vater ließ sich typisieren
„Es war ein überwältigendes Gefühl, und wir sind unglaublich begeistert, dass es Leute gibt, die so eine Spende für eine fremde Person auf sich nehmen“, schildert Papa Gerald S., der sich selbst vor Jahren – noch bevor seine Tochter erkrankte – typisieren ließ.

Florentina leidet an seltener Krankheit.
Florentina leidet an seltener Krankheit.(Bild: zVg)

Seltene Erkrankung
Wie mehrmals berichtet, leidet das kleine Mädchen aus Pasching an einer sehr seltenen Krankheit, bei der durch eine Überreaktion des Immunsystems der Körper beginnt, seine eigenen Organe anzugreifen. Eine Stammzellenspende war die einzige Lösung.

Stammzellen transplantiert
Und am 8. Mai war es endlich so weit: Im St. Anna Spital in Wien bekam Florentina ihre neuen Stammzellen und die Chance auf ein gesundes Leben. Der Spender ist ein 22-jähriger Mann aus Europa. „Mehr wissen wir nicht. Wir können ihm aber einen anonymen Brief schreiben. Das wollen wir auf jeden Fall machen“, sind die Eltern dankbar.

Jetzt gilt aber einmal die ganze Aufmerksamkeit ihrer kleinen Tochter. „Sie hat die Spende super vertragen. Das Ganze ist ein Marathon mit engmaschigen Kontrollen. Sie hat die erste kritische Zeit gut überstanden. Es dauert aber, bis sich das Immunsystem wieder ganz aufbaut. Deswegen müssen wir noch sehr vorsichtig sein“, erklärt Papa Gerald.

Eltern bedanken sich
Er möchte sich bei allen behandelnden Pflegern und Ärzten bedanken: „Im Speziellen bei einem russischen Gastarzt auf der Onkologie in Linz, der unglaublich viel Expertise und Mitgefühl gezeigt hat. Ein großes Danke auch an alle, die sich typisieren ließen, und an die vielen, die das hoffentlich auch in Zukunft noch tun werden.“

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