Im Fall mehrerer vergifteter Gänsegeier im Lesachtal in Kärnten und Osttirol gibt es neue Analyseergebnisse. Die Tierschutzorganisationen WWF und BirdLife vermuten deswegen, dass Wölfe das eigentliche Ziel der Täter gewesen sein dürften.
Innerhalb kürzester Zeit wurden im Osttiroler Untertilliach und in St. Lorenzen in Kärnten insgesamt sieben Gänsegeier unter mysteriösen Umständen aufgefunden, wie die „Krone“ berichtete. In dem Fall wurden nun neue Analysen durchgeführt. Wie WWF und BirdLife am Donnerstag in einer Aussendung berichteten, erhärte dies den Verdacht, dass die Gänsegeier einem „gezielten Giftanschlag gegen geschützte Wildtiere“ zum Opfer gefallen waren.
Das eigentliche Ziel der Täter dürften demnach nicht die Geier, sondern Wölfe gewesen sein.
„Rotwild Hauptbeute von Wölfen“
Dazu meint WWF-Expertin Christina Wolf-Petre: „Rotwild zählt zur Hauptbeute von Wölfen, die wiederholt Ziel von Vergiftungen gewesen sind. Daher liegt der Verdacht nahe, dass auch im Lesachtal Wölfe getroffen werden sollten.“
Ein gezielter Anschlag auf Geier sei zwar nicht auszuschließen, aber vieles deute darauf hin, dass sie in diesem Fall zum Kollateralschaden wurden, so Johannes Hohenegger, Greifvogelexperte bei BirdLife Österreich.
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