Bilanz Halbjahr 2026

Steiermark: Firmenpleiten trafen 1870 Angestellte

Steiermark
17.06.2026 09:08
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Ernüchternde Insolvenzstatistik für das erste Halbjahr 2026: In der Steiermark schlitterten 388 Unternehmen in die Pleite und rissen 1870 Angestellte mit. Die Schulden sind auf 597 Millionen Euro explodiert. Und auch bei den Privatinsolvenzen schaut es schlecht aus ...

Hier ein Bauunternehmen, dort eine Hotelkette: Es vergeht kaum ein Tag ohne eine Insolvenzmeldung in der Steiermark. Erst am Mittwoch traf es einen Grazer Familienbetrieb, der Kartons für Konditoreien verkauft. Die aktuelle Wirtschaftslage ist ein hartes Pflaster für die heimischen Unternehmer – dementsprechend fällt auch die Statistik von KSV1870 für das erste Halbjahr 2026 aus. Der Anstieg bei den Firmenpleiten setzt sich fort. 388 Unternehmen mussten Insolvenz anmelden – ein Plus von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Explodiert sind die Passiva: Sie belaufen sich auf circa 597 Millionen Euro – das entspricht einem Anstieg von etwa 241 Prozent. Zu den Insolvenztreibern zählen das Baugewerbe, der Handel und der Sektor Gastronomie und Beherbergung – diese Branchen verzeichnen seit Jahresbeginn 43 Prozent aller steirischen Firmenpleiten. Seit Jahresbeginn sind 1870 Arbeitnehmer (plus 76,4 Prozent) von einem Insolvenzverfahren betroffen.

Auch bei den Privatinsolvenzen gab es einen leichten Anstieg. Laut aktueller KSV1870-Hochrechnung wurden im ersten Halbjahr 2026 in der Steiermark 473 eröffnete Schuldenregulierungsverfahren (plus 8,7 Prozent) gezählt. Das entspricht etwa 2,5 Verfahren pro Tag. Gleichzeitig sind die vorläufigen Passiva deutlich um 56,1 Prozent auf insgesamt 64 Millionen Euro angewachsen.

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