Über 250.000 Euro
DE: Prostituierte erpresst Priester mit Nacktfotos
Die Verbindung mit einer Prostituierten trieb einen pensionierten Priester in Deutschland in den finanziellen Ruin. Über Jahre hinweg erpresste ihn die Frau mit erfundenen Geschichten und Nacktbildern so lange, bis er ihr über 250.000 Euro zahlte. Auch gegen den Priester gibt es schwere Vorwürfe.
Laut Anklage lernen sich der Mann und die 30‑Jährige 2016 in einem Club in Würzburg kennen, seit 2022 ist er ihr Kunde. In dieser Zeit berichtet ihm die Prostituierte von angeblicher Leukämie und kassiert immer wieder Geld für erfundene Krebsbehandlungen.
Geistlicher zahlte hunderttausende Euro
Bis 2025 soll der Priester mindestens 255.000 Euro gezahlt haben. Vor Gericht schildert er seine Beweggründe: Er habe sich aus Zuneigung, Mitleid und dem Wunsch nach Nähe an die Frau gebunden. Als er den Kontakt abbrechen wollte, setzte ihn diese weiter unter Druck und drohte, alles öffentlich zu machen, wie die „Zeit“ berichtete.
Priester löste drei Lebensversicherungen auf
Der Geistliche zahlte in seiner Verzweiflung immer weiter Schweigegeld. Er wollte um jeden Preis verhindern, dass das Bistum von seiner Verbindung zu der Prostituierten erfährt. Nach drei aufgelösten Lebensversicherungen war dem Mann 2025 schließlich das Geld ausgegangen, doch die Erpressung nahm kein Ende.
Schwerer Vorwurf auch gegen den Priester
Der Geistliche war nicht das einzige Opfer der Erpressungen: Auch zwei weitere Männer, die die Angeklagte ebenfalls im Saunaclub kennengelernt haben soll, sollen ihr hohe Geldsummen gezahlt haben. Die Frau wurde Ende Oktober 2025 festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Seit Dienstag steht die Frau wegen Betrugs und Erpressung in Würzburg vor Gericht. Zu Prozessbeginn gestand sie die Taten über ihren Anwalt. Nun drohen ihr zweieinhalb bis dreieinhalb Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt außerdem gegen den Priester wegen Vergewaltigungsverdachts.









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