Mehrere Hütten- und Gipfelbücher in der Umgebung trugen schon seine Unterschrift. Am Kleinen Pyhrgas war er noch, doch das Gipfelbuch war zu voll für eine weitere Eintragung – wenig später endete der Bergurlaub für einen 25-jährigen Deutschen auf dem Weg zum Großen Pyhrgas tödlich.
Am Dienstagmorgen hatte die Polizei die Bergrettung zur Suchaktion nach dem jungen Bergfex alarmiert, der sich nach einer geplanten Pyhrgas-Überschreitung nicht mehr gemeldet hatte. Ein Unglück wurde befürchtet. Neben acht Bergrettern aus Spital am Pyhrn und Windischgarsten stiegen noch 13 Kameraden mit zwei Hunden aus dem steirischen Admont auf, dazu sechs Polizisten.
Auch sechs Feuerwehrleute waren dabei, die Drohne der Feuerwehr Kirchdorf stieg auf, ebenso Rettungsheli „C 14“ und der Polizeihubschrauber aus Klagenfurt.
Ursache für Unglück bleibt ungeklärt
„Schlussendlich wurde der Vermisste vom Helikopter aus gesichtet“, berichtet Daniel Schröcker, Einsatz- und Ortsstellenleiter der Bergrettung Spital am Pyhrn. Für den Bergsteiger kam jede Hilfe zu spät. Der Deutsche war vom Süd-Ost-Grat am Weg vom Kleinen zum Großen Pyhrgas 300 bis 400 Meter in die Tiefe gestürzt. Da er alleine unterwegs gewesen war, bekam niemand etwas vom Unglück mit.
Gut ausgerüstet und erfahren
„Ob ein Stein ausgebrochen oder er nach der Regenperiode auf nassem Untergrund ausgerutscht ist, das wird sich nicht mehr nachvollziehen lassen“, erklärt Schröcker. Der Leichnam des Verunglückten wurde per Tau vom Polizeiheli geborgen. Der 25-Jährige war für die Tour gut ausgerüstet und galt als guter Bergsteiger.
Beim Verunglückten handelte es sich um einen fitten, erfahrenen jungen Bergsteiger, der auch entsprechend ausgerüstet war.
Daniel Schröcker, Bergrettung Spital/P.
Die Pyhrgas-Überquerung erfreut sich laut Bergretter immer größerer Beliebtheit. Er mahnt, sich unbedarft auf das Vorhaben einzulassen: „Die Tour ist anspruchsvoll, zweiter bis dritter Schwierigkeitsgrad. Es gibt Teilstücke, in denen geklettert werden muss, und ausgesetzte Abschnitte.“ Nachsatz: „Leider passieren hier immer wieder schwere, teils auch tödliche Unfälle.“
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