Femizid in Taufkirchen

Lehrerinnen-Mörder zog sich vor Suizid noch um

Oberösterreich
16.06.2026 13:07

Immer mehr schockiernde Details zum grauenhaften Femizid von Taufkirchen an der Pram (OÖ) werden bekannt. Der Täter dürfte den Mord vorab gezielt geplant haben, darauf deuten mehrere Indizien hin. Er soll sich sogar extra noch umgezogen haben, bevor er sich in seinem Auto selbst tötete.

Wie am Dienstag bekannt wurde, dürfte der 29-Jährige, der am Freitagnachmittag in der Mittelschule von Taufkirchen an der Pram seine Lehrer-Kollegin mit Stichen und Schüssen getötet hatte, vor seinem Suizid noch die Kleidung gewechselt haben. Die Leiche der 28-jährigen Frau war – wie berichtet – in der Schulbibliothek aufgefunden worden. 

Der Täter dürfte den Femizid, der vermutlich aus Eifersucht und verschmähter Liebe verübt worden war, akribisch geplant haben. Denn der Lehrer, der auch stellvertretender Schuldirektor gewesen ist, hatte seine Pistole und einen zweischneidigen Dolch in die Schule mitgenommen.

Den 18 Zentimeter langen Dolch ließ er nach dem Mord in der Bibliothek zurück. Die Pistole hatte er aber noch bei sich, als er sich ins Auto setzte. Mit dieser schoss er sich in der Nähe seiner Heimatgemeinde Freinberg in den Kopf, bevor der Wagen mit hoher Geschwindigkeit einen Baum rammte. 

Zuvor soll sich der 29-Jährige aber noch umgezogen haben, denn im Auto fanden Ermittler später seine mit Blut des Opfers verschmierte Kleidung –  T-Shirt und Jeans, wie auch Franz Joseph Zimmer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried, bestätigt. Den Kleidungswechsel dürfte er noch vor dem Verlassen der Bibliothek vollzogen haben, um kein Aufsehen zu erregen, sollte ihn jemand sehen.

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