Die „Krone“ hatte darüber berichtet: Damit das Weidevieh auf dem Hochlecken in diesem Hitzesommer nicht verdurstet, mussten per Helikopter 7000 Liter Wasser auf den Berg geflogen werden. Die Aktion gelang, den Kälbern geht es gut. Was zwischen Attersee und Traunsee notwendig war, ist bei weitem kein Einzelfall. Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) machte sich am Donnerstag auf der Freithofbergalm in Maria Neustift selbst ein Bild der angespannten Situation.
Ihre Bestandsaufnahme: Auf den Almen wird nicht nur das Wasser knapp, auf den ausgetrockneten Wiesen wächst auch immer weniger Futter. Deshalb mussten bereits erste Tiere vorzeitig von den Almen ins Tal gebracht werden. Das verschärft die Situation auf den Höfen zusätzlich, weil dort teilweise bereits jene Futterreserven fehlen, die eigentlich für Herbst und Winter gedacht sind. Bauern mussten sogar Futter zukaufen.
Langer-Weninger fordert nun ein Dürrepaket des Bundes, das in Wien beschlossen werden muss. „Wenn Futter fehlt, Wasserquellen versiegen und Erträge ausbleiben, wird daraus sehr rasch eine wirtschaftliche Belastung für den gesamten Betrieb“, sagt die Landesrätin. Wie sehr die Almwirtschaft in Oberösterreich generell unter Druck steht, zeigen Zahlen: 2025 trieben noch 570 Betriebe Tiere auf die Almen – rund 140 weniger als noch 2010.
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