Zu früh aufgesetzt
Schon wieder München: Airbus verfehlt Landebahn!
Nur kurz nach der Beinahe-Katastrophe am Flughafen München, der nächste brisante Vorfall! Die Lufthansa-Maschine aus San Francisco setzte am Montagabend zu früh auf und beschädigte dabei im Bereich der Landebahnschwelle die Befeuerung. Verletzt wurde niemand: Alle 351 Passagiere konnten das Flugzeug nach der Landung regulär verlassen.
Der Vorfall ereignete sich bei Flug LH459. Der A380 war am Sonntag Ortszeit in San Francisco gestartet und erreichte München nach rund elf Stunden Flugzeit. Warum es bei der Landung zu dem Zwischenfall kam, ist bislang unklar.
Lufthansa bestätigt „Vorfall“
Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte den Zwischenfall gegenüber dem Sender RTL. „Im Bereich der Landebahnschwelle kam es zu einer Beschädigung der Landebahnbefeuerung“, wird die Sprecherin zitiert. Das Flugzeug habe sicher in München gelandet, alle 351 Passagiere hätten die Maschine anschließend regulär verlassen.
Nach Informationen des Senders läuft eine Untersuchung. Betroffen ist der rund 13 Jahre alte Airbus A380 mit dem Kennzeichen D-AIML. Seit dem Vorfall soll die Maschine nicht mehr geflogen sein. Auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) ist laut RTL eingeschaltet und mit Ermittlern vor Ort. Die Ermittler stellten demnach die Flugschreiber – die sogenannten Black Boxes – sicher.
Gleiche Bahn wie bei Boeing-Zwischenfall
Besonders brisant: Der Vorfall ereignete sich offenbar auf derselben Start- und Landebahn, auf der erst am Samstag ein schwerer Zwischenfall mit einer Boeing 787-9 von Vietnam Airlines passiert war.
Die Maschine war beim Start über die rund vier Kilometer lange Bahn hinausgekommen, war durch eine Grünfläche gerast und hob erst kurz vor dem Ende des Flughafengeländes und einer Bundesstraße ab.
Nächster brisanter Zwischenfall
Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt hatte den Vorfall vom Samstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit drastischen Worten beschrieben. „Das hätte einen Feuerball mit hunderten Todesopfern geben können, wenn die Piloten die Maschine nicht noch hochgezogen hätten“, sagte er. Nach seiner Einschätzung waren bei dem missglückten Start sogar Menschen außerhalb des Flughafengeländes gefährdet.









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