„Stinkt bis nach Köln“

Vierter Tag in Folge: Feuer in Belgien tobt weiter

Ausland
18.08.2026 16:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der unermüdliche Kampf gegen die Flammen im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn geht auch an Tag vier unvermindert weiter. Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen, ein Übergreifen der Flammen auf Deutschland zu verhindern. Sogar im über 100 Kilometer weit entfernten Köln riecht man den Rauch des Feuers.

Das Feuer habe sich in der Nacht und am Vormittag nicht weiter Richtung deutsche Grenze ausgebreitet, sagte ein Feuerwehrsprecher am Dienstag. Die Flammen seien weiter gut zwei Kilometer entfernt. „Aktuell ist das beherrschbar“, sagte der Sprecher. Falls der Wind im Laufe des Tages auffrische und in eine ungünstige Richtung drehe, könnte dies das Feuer aber erneut stärker anfachen. Die Kräfte hätten für diesen Fall vorsorglich Löschwassertanks in den möglicherweise betroffenen Gebieten aufgestellt.

Löschfahrzeug bei Brandbekämpfung umgekippt
Bei der Brandbekämpfung gab es laut dem Feuerwehrsprecher in der Nacht einen Unfall: Ein belgisches Löschfahrzeug sei umgekippt. Dabei wurde aber niemand verletzt. Aktuell seien noch 170 Einsatzkräfte im Drei-Schicht-System im Einsatz. Die Löscharbeiten würden sicher noch etliche Tage dauern, sagte er.

Die Rauchbelastung ist sogar in Köln spürbar.
Die Rauchbelastung ist sogar in Köln spürbar.(Bild: AFP/BRUNO FAHY)
Einsatzkräfte der Feuerwehr rechnen damit, dass die Löscharbeiten noch einige Tage andauern ...
Einsatzkräfte der Feuerwehr rechnen damit, dass die Löscharbeiten noch einige Tage andauern werden.(Bild: AFP/JOHN THYS)

Rauchbelastung schon über 100 Kilometer weit bis Köln
Das Großfeuer an der belgisch-deutschen Grenze sorgte am Dienstag auch in mehr als 100 Kilometer Entfernung etwa in Köln oder auch Wuppertal für unangenehmen Brandgeruch. Die Kölner Feuerwehr rief eine „großräumige Geruchslage“ im Gebiet der Millionenstadt aus. Es drohe aber keine Gefahr, hieß es. In Monschau sowie den Gemeinden Simmerath und Roetgen wurden Bürger aufgerufen, in geschlossenen Räumen zu bleiben. Die Müllabfuhr in Monschau setze wegen starker Geruchsbelästigung durch das Feuer Atemschutzmasken ein.

Regen hat geholfen
Günstig wirkten sich kräftige Schauer aus. Der Regen sollte auch in den nächsten Tagen voraussichtlich anhalten, prognostizierte eine Meteorologin. Im Hürtgenwald – rund 20 Kilometer von Monschau entfernt – hat sich die Lage weiter entspannt, wie der Kreis Düren mitteilte. Die Löscharbeiten hätten gewirkt, der Regen habe geholfen. Zuletzt ging es vor allem um Glutnester. Dort sind etwa 300 Hektar Wald betroffen – vom größten Brand in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen.

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