Kiews Höhlenkloster in Flammen: Wer Raketen auf das größte Heiligtum des orthodoxen Christentums schießt, der handelt in blinder Zerstörungswut. Anders ist nicht zu erklären, dass Russland ein Ziel ins Visier nimmt, das allen Russen heilig ist. Zitat Putin: „Kiew ist die Mutter aller russischen Städte.“
Rachegelüste nähren Fehler, die Gift sind für die Zustimmungswerte des Kremlchefs. Das Vertrauen in Putin ist von 80 Prozent auf angeblich schon 30 Prozent gesunken.
Wer mit dem Rücken zur Wand steht, reagiert rabiat. Dazu beigetragen hat der ukrainische Drohnenkrieg gegen die russische Erdölwirtschaft. Er hat eine Treibstoffkrise ausgelöst, Benzin wird bei immer mehr Tankstellen rationiert.
Russland als vormals größter Erdölproduzent der Welt hat Lieferschwierigkeiten im Export. Das fehlt bei der Finanzierung des Krieges.
Es kommt noch ärger. Es fehlt schon an allen Ecken und Enden, so dass sich die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zacharowa, zu einem Hilferuf an „befreundete Staaten“ um die Lieferung von „humanitären Notwendigkeiten“ genötigt sah: „Ich hoffe, dass sie die helfende Hand reichen, die wir immer als Erste gereicht haben.“ Und der kommunistische Duma-Abgeordnete Wjatscheslaw Marhajew: „Die Zeit der Illusionen ist vorbei. Wir stehen am Rand des sozialen Zusammenbruchs. Wo ist der Plan zur Beendigung des Krieges?“
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