Die eine Welt: Das Weiße Haus als Circus Maximus, Gladiatorenkämpfe als selbst gewähltes Geburtstagsgeschenk des amerikanischen Cäsar, der sich an blutigen Nasen ergötzen konnte. (Türkisches Sprichwort: Wenn ein Clown den Palast betritt, wird er nicht zu einem König, sondern der Palast wird zum Zirkus.)
Die andere Welt: Kleinlauter Abschied aus dem dümmsten aller dummen Kriege der USA. Das Verbrecherregime in Teheran nicht gestürzt, der militärische Atomausstieg wieder nur versprochen, Raketenbegrenzung bleibt tabu, und die Straße von Hormus ist wieder offen, allerdings unter Oberhoheit des Iran. So eine Pleite mit Kollateralschaden für die ganze Welt hat noch kein US-Präsident hingelegt und es ist kein Wunder, dass Putin herzhaft zum Geburtstag gratulierte.
Eine Tracht Prügel, verbal, bekam (Ex?-)Busenfreund „Bibi“, der nicht spuren wollte. Dieser Ausstieg Trumps ist für Netanyahu eine bittere Pille. Gemeinsam hatten sie – auf Anraten des israelischen Regierungschefs – den Krieg begonnen, doch dann ließ ihn Best Buddy Donald im Regen stehen.
Sogar Netanyahus letzter Querschuss, Bomben auf Beirut – wieder nach Provokation durch die Hisbollah -, konnte Teheran nicht mehr reizen. Israels maximale Kraftanstrengung durch einen Dreifrontenkrieg – Iran, Gaza, Hisbollah – bleibt nur Atempause. Das ist für Israel nicht neu, könnte „Bibi“ aber die Wahl kosten.
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