Schläger statt Möbel

Altes Leiner-Zentrallager wird zum „Padel-Tempel“

Niederösterreich
17.06.2026 05:00

Leerstehende Infrastruktur im Süden St. Pöltens wird zumindest in einem Abschnitt mit neuem Leben erfüllt: Ab Ende Juni können dort auf acht Plätzen die Schläger geschwungen werden. Die Betreiber haben viel vor.

Wo früher Möbel gelagert wurden und bis Ende Jänner noch Regale standen, fliegen bald die Padel-Bälle: Im ehemaligen Zentrallager des Möbelunternehmens Leiner im Süden St. Pöltens entsteht derzeit eine große Anlage für die Trendsportart. Hinter dem Projekt stehen Julian Diendorfer, Felix Haselbacher und Lukas Hofstetter.

Sie kennen ein Problem, das viele Sportbegeisterte in der Landeshauptstadt teilen: Wer Padel spielen möchte, findet aufgrund des verhältnismäßig überschaubaren Angebots oft nur schwer einen freien Platz. Das Trio will das ändern. Insgesamt acht Courts wurden in den vergangenen Wochen in einem Teil der riesigen Halle errichtet. Die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, die Vorfreude auf das Eröffnungswochenende am 27. und 28. Juni ist entsprechend groß.

„Wir haben vor einigen Jahren mit dem Padel-Spielen begonnen, aber oft keinen freien Platz gefunden. Da haben wir uns gedacht: Okay, das Potenzial ist da“, erzählt Diendorfer. Also begab man sich Anfang des Vorjahres auf die Suche nach einem geeigneten Standort. Zunächst war der Plan, eine eigene Halle zu bauen. Doch ein Jahr später wurden die Betreiber auf das Zentrallager aufmerksam. Denn die Pläne, die komplette Halle nach dem Leiner-Konkurs zu vermieten, scheiterten. Also wird aufgeteilt. Auf 3500 Quadratmetern kann ab Ende Juni daher gepadelt werden.

Zitat Icon

Es ist schön, für ein Gebäude wie dieses eine Nachnutzung zu schaffen, anstatt im Grünen etwas Neues verbauen zu müssen.

Lukas Hofstetter

Neben den Plätzen wird es WCs, Umkleiden und Sanitärräume geben. Im Loungebereich gibt es vorerst Automatenbetrieb, am Gastrobetrieb wird aber gearbeitet. Aber auch sportlich hat man im Pop-Up Padel STP – so der Name – viel vor. Neben Kennenlern-Events soll es Trainerstunden, Spaßturniere und offizielle Ranglistenspiele der Austrian Padel Union (APU) geben. Zwei Plätze sind mit Kameras ausgestattet, um das eigene Spiel analysieren zu können. „Wir wollen Padel-Tennis auf eine neue Ebene heben“, sind die Betreiber voller Tatendrang.

Turniere und Kulinarik
Das Eröffnungswochenende beginnt am Samstag, 27. Juni, ab 11 Uhr. Ein APU-Turnier ist geplant, ebenso gibt es die Möglichkeit, mit Trainern über die Grundlagen des Sports zu sprechen und sie auch gleich in die Tat umzusetzen. Zudem sind Hobbyturniere geplant, ein Foodtruck sorgt für das kulinarische Wohl. Auch ein DJ wird vor Ort sein. Über die App „MATCHi“ sind zudem bereits Reservierungen für den regulären Betrieb ab Montag, 29. Juni, möglich.

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