Weniger als befürchtet

Deutscher Ferienbeginn sorgt für Blechlawine

Salzburg
01.08.2026 13:03
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Mit dem Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg hat sich der Reiseverkehr auf den Haupttransitrouten Richtung Süden wie erwartet massiv verstärkt. Das meldet der ÖAMTC Samstagmittag. 

Starken Urlauberverkehr gab es auf der West Autobahn (A1) zwischen Grenzübergang Walserberg und dem Knoten Salzburg, auf der Tauern Autobahn (A10) setzte sich der Reiseverkehr Richtung Süden fort – speziell vom Knoten Pongau bis zur Blockabfertigung vor der Einhausung Flachau mussten Reisende immer wieder mit Stop-and-go-Verkehr und längeren Fahrzeiten bis zu einer Stunde rechnen.

Eineinhalb Stunden Zeitverlust bei Slowenien-Einreise
Verkehrsbehinderungen wurden auch auf der Tauernautobahn in Kärnten verzeichnet, zwischen Spittal an der Drau und Villach musste mit einer halben Stunde zusätzlicher Fahrtzeit in Richtung Süden gerechnet werden, wie etwa vor dem Oswaldibergtunnel. Auf der Südautobahn (A2) im Baustellenbereich Modriach und Packsattel kam der Verkehr immer wieder ins Stocken. Am Grenzübergang vor dem Karawankentunnel (A11) wurde der Kolonnenverkehr blockweise abgefertigt, bei der Einreise nach Slowenien betrug der Zeitverlust eineinhalb Stunden.

Bereits am Freitag kam es auf der kroatischen Autobahn A1 zu kilometerlangen Staus:

In der Steiermark sorgte ein Unfall auf der Pyhrn Autobahn (A9) vor dem Gleinalmtunnel für weitere Behinderungen und einer Wartezeit von über einer Stunde. Zudem wurde dichter Kolonnenverkehr im Abschnitt Übelbach bis Graz in Fahrtrichtung Süden beobachtet, dieser wurde vor Tunnelbereichen blockweise abgefertigt.

Unfälle in Nieder- und Oberösterreich
Am Reisesamstag haben insbesondere Unfälle auf der West-Autobahn (A1) in Niederösterreich und auf der Innkreis Autobahn (A8) in Oberösterreich für längere Wartezeiten gesorgt. Auf der A1 zwischen St. Pölten-Süd und Loosdorf verursachte ein Auffahrunfall rund 30 Minuten Zeitverlust und etwa vier Kilometer Stau. Ein schwerer Lkw-Unfall auf der A8 im Bereich Haag am Hausruck und Meggenhofen sorgte für erhebliche Verzögerungen, der Stau reichte bis nach Ried im Innkreis zurück.

Nervtötender Stau auch auf kroatischen Autobahnen
Urlauber brauchten auch in Kroatien viel Geduld: Auf der kroatischen Autobahn A1 kam es vor der Mautstelle Lučko zu einem etwa zwölf Kilometer langem Stau, wie das Nachrichtenportal „24sata“ berichtete. Vor dem Tunnel Sveti Rok war das Verkehrsaufkommen so hoch, dass der Tunnel aus Sicherheitsgründen vorübergehend gesperrt werden musste. Staus wurden auch auf der A2 zwischen Macelj und Zagreb gemeldet.

Der ÖAMTC empfiehlt, ausreichend Zeitreserven einzuplanen, aktuelle Verkehrsinformationen laufend zu verfolgen und genügend Getränke für längere Wartezeiten mitzuführen. Dennoch fiel das Stauaufkommen bislang deutlich geringer aus als erwartet. Gegen Süden hin wird über den Lauf des Tages mit weiter zunehmendem Verkehr gerechnet. 

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