Alle drei vorbestraften Angeklagten reisten laut der Staatsanwaltschaft aus Budapest nach Österreich, um hier kriminell zu sein. Und alle drei wandern jetzt für Jahre in Zellen: Eine 80 Jahre alte Salzburgerin überfielen sie laut Anklage und rissen ihr mit Gewalt die Goldkette vom Hals.
Ausgerechnet eine 80 Jahre alte und allein lebende Frau suchten sich die drei angeklagten ungarischen Kriminellen (44, 31, 19) als Opfer aus: Sie reisten auch extra nach Österreich, um Straftaten zu verüben, betonte die Staatsanwältin beim Prozess am Mittwoch im Landesgericht.
Kette vom Hals gerissen
Das Haus der 80-Jährigen in Wals kundschafteten sie aus, bevor sie am 11. Februar zuschlugen: Der 31-Jährige riss der Frau die Goldkette vom Hals und drückte sie zu Boden, während der 19-Jährige nach Beute suchte. Der Älteste machte den Aufpasser. Dabei nahmen sie Schmuck und Bargeld aus dem Wohnhaus der Frau mit. Kurz danach fasste die Polizei das flüchtende Trio in einem Obus.
Kriminelle Vergangenheit
„Wir hatten nicht vor zu rauben, sondern wollten uns nur einschleichen“, erzählte der stämmig gebaute 31-Jährige, der seit seinem 15. Lebensjahr das Gefängnis besser kennt als die Freiheit. In seiner Heimat saß er schon wegen Vergewaltigung, Diebstählen und auch wegen eines Raubüberfalles. Ein ähnlich gefülltes Vorstrafenregister wies der 44-Jährige auf, der jegliche Beteiligung abstritt: Beide hatten erst im Jänner – drei Wochen vor der Tat – ihre Gefängniszellen verlassen. Und beide gelten deshalb als gefährliche Rückfallstäter. Der Dritte und Jüngste des Trios war trotz seines erst 19 Jahre dauernden Lebens ebenfalls schon zweieinhalb Jahre lang eingesperrt.
Für den 31-Jährigen setzte es zehn Jahre Freiheitsstrafe – vor allem aufgrund seines kriminellen Vorlebens. Nur dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Sechs Jahre Haft lautete die Strafe für den 44-Jährigen und drei Jahre Haft bekam der 19-Jährige.
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