Wer macht denn so etwas? Diebe haben zwei Seile der Bergrettung Windischgarsten aus Rettungstonnen aus dem Klettergarten Kampermauer am Hengstpass (Bezirk Kirchdorf) gestohlen. Wegen einer Übung wurde der Diebstahl entdeckt.
Die Bergrettung hatte die in Säcken verpackten, 250 Meter langen und 20 Kilogramm schweren Seile in wasserfesten Tonnen an strategischen Stellen deponiert, damit die Retter bei einem Einsatz ohne die schwere Last aufsteigen können und oben die Seile zur Bergung blockierter oder verletzter Alpinisten zur Hand haben.
Mit Kabelbinder gesichert
Die Tonnen sind nicht versperrt, aber mit Kabelbindern versiegelt, um eine Hürde beim Öffnen zu schaffen, berichtete die Bergrettungsortsstelle Windischgarsten am Montag. Das System wurde etabliert, um im Ernstfall bei den beliebten Mehrseillängenrouten wertvolle Zeit zu sparen. Bei einer Bergeübung am Samstag kontrollierten die Bergretter routinemäßig ihre Rettungstonnen – und waren schockiert, als eine völlig leer war.
Zeitverlust bei Ernstfall
„Wir sind extrem froh, dass wir diesen Diebstahl jetzt im Zuge der Übung bemerkt haben. Im Ernstfall hätte uns hier ein absolutes Horrorszenario gedroht! Der Zeitverlust, der entsteht, wenn wir die passenden Seile erst mühsam nachbringen müssen, kann im schlimmsten Fall über Leben und Tod entscheiden“, betonte Thomas Riesenhuber, Ortsstellenleiter der Bergrettung Windischgarsten. Der Vorfall wurde angezeigt.
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