Die meisten Menschen wären bereit, für andere etwas zurückzustecken – das hat erst kürzlich eine weltweite Studie ergeben. Die schönsten Beweise dafür kommen aber nicht aus solchen Studien, sondern direkt aus Oberösterreichs Alltag.
Ganze 69 Prozent der Menschen weltweit wären bereit, für das Gemeinwohl auf eigene Vorteile zu verzichten. Gleichzeitig glauben aber nur 47 Prozent, dass ihre Mitmenschen tatsächlich so kooperativ sind. Wir trauen einander offenbar zu wenig zu – das zeigt eine große Studie im Magazin „Science“ mit 100.000 Befragten in 125 Ländern.
Und Oberösterreich? Liefert Tag für Tag den Gegenbeweis. Da gibt’s etwa Robin aus der Happy-Hippos-Gruppe am Caritas-Standort St. Pius in Peuerbach. Zu seinem 20. Geburtstag wurde nämlich nicht nur Kuchen serviert, sondern gleich ein Frühschoppen für ihn organisiert. Sogar eine Abordnung vom Musikverein Altschwendt spielte extra auf. Mit dabei waren 35 Gäste. Als dann auch noch sein Lieblingslied „Mamma Mia“ von ABBA gespielt wurde, gab’s kein Halten mehr: „Robin ist abgegangen wie ein Zapferl“, so Caritas-Mitarbeiterin Hermine. Genau so sieht gelebtes Miteinander aus. Bitte mehr davon!
Robin ist abgegangen wie ein Zapferl.
Caritas-Mitarbeiterin Hermine
So geht Inklusion
Oder die Landjugend Oberösterreich: Unter dem Motto „75 Jahre mit Herz und Hand“ wird für soziale Zwecke angepackt. Landjugend-Gruppen im ganzen Land organisieren heuer etwa ihre Sonnwendfeuer gemeinsam mit Bewohnern sozialer Einrichtungen. Weiters wurde ein Leitfaden für barrierefreie Veranstaltungen erstellt. So geht Inklusion – mehr davon!
„Mehr davon“ ist die Serie für Geschichten über alles Positive, das in unserem Land passiert und meist viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Für Ideen, die anstecken. Für Menschen, die zeigen, wie es gehen kann. Sie haben etwas erlebt, gesehen oder gehört, bei dem Sie sich gedacht haben: „Davon brauchen wir mehr!“ Dann schicken Sie uns gerne Text und Fotos an lisa.stockhammer@ kronenzeitung.at
Und dann die Feuerwehr Wolfern: Ein junger Falke fällt aus dem Nest, sitzt hilflos am Boden. Freizeit? Ist den Helfern egal. Sie rücken aus und bringen das Tier mit einer Leiter zurück zu seiner Familie. Das klingt unspektakulär, ist es vielleicht auch. Aber genau diese Kleinigkeiten machen den Unterschied.
Diese Geschichten zeigen, was Zahlen alleine nicht können. In Oberösterreich wird Gemeinwohl jeden Tag gelebt – und das oft mehr, als wir selbst glauben. Bitte mehr davon!
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