Was für ein Leichtsinn: Ein 63-jähriger Alpinist aus Salzburg war am Sonntag trotz Wintersperre auf der Drachenwand. Beim Abstieg geriet er in Probleme, der Bergrettung und ein Hubschrauber mussten anrücken. Der Einsatz wird für den Sportler teuer werden.
Noch bis zum 1. Mai ist die Drachenwand behördlich gesperrt, befindet sich praktisch in Winterpause. Das dürfte aber einem 63-jährigen Alpinisten aus Salzburg egal gewesen sein. Am Sonntag gegen 11.30 Uhr stieg er über den Klettersteig zum Gipfel der Drachenwand auf. Beim Abstieg wollte sich der Mann mit einem mitgeführten Seil abseilen, dabei dürfte sich dieses aber über ihm verhängt haben – und er konnte nicht mehr weiter.
Rettung mittels Tau
Kurz vor 15 Uhr alarmierte er schließlich selbst die Einsatzkräfte. „Er ist ein erfahrener Mann, der den Klettersteig in- und auswendig kennt. Das soll aber keine Ausrede für die ignorierte Sperre sein. Als er nicht mehr weiterkam, hat er genau richtig reagiert. Wir sind mit vier Leuten aufgestiegen“, sagt Einsatzleiter Andreas Widlroither, der explizit die gute Zusammenarbeit mit der alpinen Einsatzgruppe lobt. Mittels Tau wurde der 63-Jährige von der Flugpolizei unverletzt geborgen.
Rechnung wird kommen
An den Ausflug wird er sich aber trotzdem wohl noch länger erinnern, denn es wird eine saftige Rechnung ins Haus flattern. „Grundsätzlich wird jeder Einsatz der Bergrettung verrechnet“, so Widlroither. Der Stundensatz liegt bei rund 500 Euro, egal wie viele Helfer beteiligt waren. Der Einsatz am Sonntag dauerte etwas über zwei Stunden, also werden zumindest 1000 Euro fällig.
Und da sind die möglichen Kosten für den Hubschrauberflug noch gar nicht dabei. „Der Aufwand für eine rund 30 Minuten lange einfache Hubschrauberbergung wird nun mit rund 1500 Euro berechnet. Je nach Dauer, Bedingungen und Schwierigkeit kann dieser Betrag empfindlich in die Höhe steigen“, heißt seitens der Flugpolizei.
Versicherung empfohlen
Widlroither empfiehlt eine Bergekostenversicherung: „Die kostet für ein Kalenderjahr nur 36 Euro für die ganze Familie.“ Ansonsten kommt es auf die private Versicherung an, ob Kosten erstattet werden.
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