WWF-Barometer

Tierschützer verpassen Salzburg schlechte Noten

Salzburg
15.06.2026 19:00
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Kein gutes Zeugnis erhält das Bundesland Salzburg, wenn es nach den Tierschützern des WWF geht. Diese kritisieren besonders die Verordnungen zum Abschuss von Bibern, Fischottern und Wölfen. Letztere stehe demnach nicht einmal im Einklang mit EU-Recht ...

Bereits zum vierten Mal hat der WWF sein Bundesländerbarometer herausgegeben. Dabei rücken die Tierschützer fünf Arten in den Mittelpunkt, die in Österreich weitverbreitet waren, aber in der Vergangenheit teilweise ausgerottet wurden. Die Rede ist von Biber, Fischotter, Luchs, Wolf und Seeadler. Salzbug hat hier Abschuss-Verordnungen für drei dieser Arten.

Konkret kritisiert der WWF, dass im Land Salzburg geschützte Wildtiere „zunehmend durch Abschüsse verfolgt werden sollen, anstatt Konflikte konsequent durch Prävention und Beratung zu lösen“. So können im Bundesland bis zu 15 Biber por Jahr getötet werden. Doppelt so viele – also 30 Tiere – sind es beim Fischotter. Dieser kann in bestimmten Gebieten in Salzburg auch unbegrenzt entnommen werden. 

Besonders kritisch sehen die Tierschützer die Möglichkeit, Wölfe präventiv oder sogar anlasslos abzuschießen. Das stünde nicht im Einklang mit EU-Recht, ist sich der WWF sicher. Zudem seien derartige Abschüsse auch nicht wissenschaftlich begründbar.

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