Erst Ende Mai machte Johann Lafer seine Krebserkrankung öffentlich. Bereits damals stellte der TV-Koch und Publikumsliebling klar, dass Sterben für ihn keine Option sei, schließlich habe er noch einiges vor. Das stellte er jetzt bei seinem Sommerfest im deutschen Guldental unter Beweis.
Es war ein Wetter, wie man es sich für ein Sommerfest nur wünschen könnte. Aber die rund 120 illustren Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kunst wären wahrscheinlich auch bei Regen und Hagel gekommen, denn Gastgeber im deutschen Guldental war niemand Geringerer als Johann Lafer. Der steirische Herdkünstler und Publikumsmagnet hatte in seinen festlich dekorierten Garten geladen und da ließ sich niemand zweimal bitten.
Inspiration dürfte nicht nur Lafers Gastfreundschaft, sondern auch seine unbändige Lebensfreud gewesen sein. Vor knapp zwei Monaten hatte der Koch seine Krebserkrankung nicht nur an die Öffentlichkeit getragen, sondern ihr auch den Kampf angesagt. „Sterben ist für mich keine Option“, sagte er damals klipp und klar. „Ich will arbeiten, ich muss arbeiten. Ich brauche das. Ich habe noch so viel vor und so viele Ideen!“
Und so kamen auch aus Österreich reichlich Gäste angereist, etwa die Unternehmer-Familie Artmayr oder „Schaumröllenkönig“ Karl Guschlbauer samt Ehefrau Waltraud sowie Marika Lichter mit Sohn Pauli. Neben – wie hätte es bei Lafer anders sein können – reichlich Essen und Trinken, war Lichters 30-minütige Showeinlage der Höhepunkt des Nachmittags.
Dank an Ärztinnen und Ärzte
Für einen ganz besonderen Moment sorgte allerdings Lafer selbst, als er sich nicht nur bei seinen Gästen, sondern vor allem bei den Ärztinnen und Ärzten, die ihm in den letzten Monaten zur Seite standen, bedankte. „Mir geht es den Umständen entsprechend sehr gut und dafür möchte ich mich bedanken“, so der Gastgeber in seiner Ansprache, bevor dann eifrig gefeiert wurde. Während das Fest eigentlich nur bis 18 Uhr angesetzt war, zelebrierte der harte Kern noch bis 22 Uhr in Lafers Kochschule weiter.
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