
Der Traum vom Aussteigen war in den 1990er-Jahren ein beliebtes Thema. Damals ging es um die Frage, wie tüchtig man sein musste, um mit dem erarbeiteten Vermögen bis ans Lebensende sorgenfrei leben zu können.
Auch heute träumen viele Menschen von einem Leben ohne Arbeit, allerdings auf andere Weise. Heute geht es um ein Einkommen ohne Arbeit: Wie kann man vom Staat möglichst viele Leistungen beziehen, ohne sich anstrengen zu müssen? Die Rede ist dabei nicht von jenen, die arbeiten wollen, aber keine Stelle finden, oder aus nachvollziehbaren Gründen nicht arbeiten können.
Die Statistik Austria weist 205.781 Personen aus, die Sozialhilfe oder Mindestsicherung bezogen haben. Die Kosten für den Staat – und damit für uns alle – stiegen von 974 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 1,3 Milliarden 2024. Das Hauptproblem zeigt sich in der Hauptstadt: Wien ist mit seinen großzügigen Sozialleistungen zu einem Magneten für mittlerweile 150.000 Sozialhilfebezieher geworden. Bereits jeder 14. Wiener lebt von staatlichen Leistungen, in Oberösterreich indes nur jeder 268. Einwohner. Fast 60 Prozent der Bezieher sind weder Österreicher noch EU-Angehörige.
Außerhalb der EU beschränken die meisten Staaten Sozialleistungen auf ihre Staatsbürger. De facto sind wir inzwischen so großzügig, dass unser Staat mit einem veritablen Budgetproblem kämpft und die Leistungsträger stärker zur Kasse bitten muss. Eben sie fragen sich zunehmend: Warum arbeiten?
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.