„Krone“-Kommentar

Ein Budget zulasten nächster Generationen

Kolumnen
13.06.2026 06:00

Diese Woche war ein interessanter Satz zu lesen: „Positiv beurteilen die Experten der Wirtschaftsforschungsinstitute WIFO und IHS, dass die Regierung überhaupt ein Doppelbudget zusammengebracht hat.“ – Gratuliere! Weit sind wir gekommen, wenn die Regierung schon für das absolute Minimum Lob bekommt. Einen Blick ins Budget sollte aber man aber dennoch werfen.

Der „Sanierungskurs“, der den Namen kaum verdient, ist vor allem eine Belastung für die Zukunft. Oder ein „Schlamassel, wo unsere Enkel uns noch verfluchen werden“, wie es der langjährige Budgetchef des Finanzministeriums Gerhard Steger formuliert. „Heilige Kühe“ werden nicht angefasst, wie etwa der ineffiziente Föderalismus oder das Gesundheits- und Pensionssystem. Die Regierung kennt die Treiber unserer explodierenden Staatsausgaben, aber stopft lieber mit temporären Maßnahmen Löcher. Die Abgabenquote in der jetzigen Situation weiter steigen zu lassen, ist ein riskantes Spiel – und es ist ungewiss, ob die temporären Belastungen wie so oft nicht irgendwann zum Dauerzustand werden. Die Schuldenquote steigt, nur langsamer, die immer weiter steigenden Zinsen verbauen den Spielraum für wichtige Investitionen. Und der Rucksack, den die nächste Generation tragen muss, wird schwerer.

Die Regierung hat sich nun Zeit gekauft. 2028 ist kurz vor der Wahl nicht mehr mit den großen Würfen zu rechnen. Ab 2030 wird es aufgrund der steigenden Zinsen immer schwieriger, den Staatshaushalt stabil zu halten. Je länger wir mit Reformen warten, umso schmerzhafter werden sie.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung