Seit drei Jahren zu

Tourismus will Rettungsplan für maroden Wipfelweg

Burgenland
17.03.2026 04:59

Einst war er einer der spektakulärsten Publikumsmagnete im Südburgenland. Heute liegt er still. Seit rund drei Jahren ist der Baumwipfelweg in Althodis aus Sicherheitsgründen gesperrt. Jetzt gibt es neue Bemühungen, die stillgelegte Attraktion wiederzubeleben.

Der rund 500 Meter lange Weg führt in bis zu 20 Metern Höhe durch die Baumkronen. Holzbrücken verbinden elf Aussichtstürme, von denen sich ein weiter Blick über die Region rund um den Geschriebenstein eröffnet. Eine Besonderheit machte die Anlage österreichweit einzigartig: Der Weg wurde vollständig barrierefrei errichtet. Rollstuhlfahrer, Familien mit Kinderwagen sowie sehbeeinträchtigte Besucher konnten den Wald hier gleichermaßen erleben. Selbst die Stationen sind mit Beschriftungen in Blindenschrift ausgestattet.

Sanierung würde rund 100.000 Euro kosten
Doch Wind und Wetter haben ihre Spuren hinterlassen. Das Holz zeigt deutliche Verschleißerscheinungen, einzelne Stützen gelten mittlerweile als morsch. Schließlich musste der Weg aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Ein Versuch, die notwendige Sanierung über EU-Förderungen abzuwickeln – Kostenpunkt rund 100.000 Euro –, blieb erfolglos.

Ob jung oder alt, der Baumwipfelweg war ein beliebtes Ausflugsziel.
Ob jung oder alt, der Baumwipfelweg war ein beliebtes Ausflugsziel.(Bild: Burgenland Tourismus/Motionmanager-Hackl)

Gespräche zwischen Verein und Burgenland Tourismus
Bei Gesprächen zwischen Naturparkverein und Burgenland Tourismus wurden zuletzt verschiedene Möglichkeiten ausgelotet, wie der Baumwipfelweg wieder in Betrieb gehen könnte. Zwei Hürden stehen dabei im Raum: die Finanzierung der Restaurierungsarbeiten und die Frage, wer den Betrieb vor Ort übernimmt. Eigentümer der Anlage soll jedenfalls der Naturparkverein Geschriebenstein-Markt Neuhodis bleiben.

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Der Baumwipfelweg ist eine besondere Attraktion für die Region. Viele Gäste sprechen uns darauf an und fragen, wann er wieder geöffnet wird.

Tourismuschef Didi Tunkel

Unterstützung könnte vom Tourismus kommen. „Der Baumwipfelweg ist eine besondere Attraktion für die Region. Viele Gäste sprechen uns darauf an und fragen, wann er wieder geöffnet wird“, sagt Tourismuschef Didi Tunkel.

Verein hat großes Interesse an Revitalisierung
Man könne sich vorstellen, bei der Sanierung einzuspringen: „Wenn wir eine Lösung finden, könnten wir die Finanzierung der notwendigen Arbeiten übernehmen. Unser Ziel ist es, diese touristische Infrastruktur wieder zu revitalisieren.“ Parallel dazu wird nach einer Lösung für den Betrieb gesucht. „Ideen gibt es viele, aber dem Verein fehlen die finanziellen Mittel“, sagt Obmann Alexander Weber. Entscheidend sei nun, Menschen zu finden, die sich vor Ort um Betreuung und Organisation kümmern. „Von unserer Seite besteht großes Interesse, den Weg wieder zu reaktivieren.“

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