Großer Erfolg für die Hilfsinitiative von Elisabeth Cerwenka in Afrika: Eine Schule konnte mit vielen Spenden aus Tirol fertiggestellt und übergeben werden. Doch die Not in der Region bleibt groß.
Nach drei Wochen in Ghana ist Elisabeth Cerwenka vor kurzem wieder in die Heimat zurückgekehrt. Mit einem großen Rucksack, gefüllt mit beglückenden und bewegenden, aber auch traurigen und schmerzhaften Erlebnissen und Begegnungen in der Provinz Ntronang, wo die Wörglerin ihr Hilfsprojekt nach wie vor mit großem Engagement fortsetzt.
Schulrenovierung konnte abgeschlossen werden
Dieses ist freilich oft Schwerarbeit, besonders dann, wenn die finanziellen Mittel nicht reichen, um die wichtigsten Bedürfnisse wie in der Bildung oder im Gesundheitswesen zu finanzieren. Cerwenka: „Zu entscheiden, für wen wir ärztliche Behandlungen, Therapien, Schulbesuche usw. finanzieren können, ist für mich oft sehr belastend.“
Die positivste Nachricht: Der dritte Abschnitt der Renovierungsarbeiten an der Presby Primary School konnte nun endgültig abgeschlossen werden. „Das Team in Ntronang hat wirklich gute Arbeit geleistet und den Zeitplan genau eingehalten, sodass die offizielle Übergabe noch im April erfolgen konnte“, freut sich die Wohltäterin aus Tirol. Das Projekt hat insgesamt 17.029 Euro gekostet, die zur Gänze finanziert werden konnten: „Ich sage von Herzen Danke an alle, die diese Renovierung mit Spendengeldern möglich gemacht haben. Gemeinsam konnten wir etwas sehr Wichtiges für die Kinder in Ntronang schaffen, denn Bildung ist der Schlüssel für eine bessere Zukunft“, so Cerwenka.
Mehrere Operationen dank Spenden aus Tirol möglich
Auch sonst konnten wieder einige Dinge erledigt werden. Unterstützung wird immer wieder bei den verschiedensten gesundheitlichen Problemen der Menschen benötigt. Für zwei Kinder und einige Erwachsene konnten mit Hilfe aus Österreich dringend benötigte Operationen finanziert werden. Cerwenka stattet auch immer wieder engagierte Menschen mit Startkapital für ein eigenes „Business“ aus, zum Beispiel für den Kauf von Palm-Setzlingen. Die Weiterverarbeitung zu Palmöl trägt dann zum Lebenserhalt der Familien bei.
Und wie geht es Mary, die als 5-Jährige durch offenes Feuer schwere Verbrennungen erlitten hatte und 2017 in Tirol operiert wurde? Aus dem kleinen Mädchen ist ein fescher, mittlerweile 13 Jahre alter Teenager geworden. „Es geht ihr gut“, berichtet Cerwenka, „nächstes Jahr steht wahrscheinlich eine Kontrolle des Narbengewebes an.“
Die Dankbarkeit der Menschen in Ghana für die Hilfe aus Tirol ist groß. „Von allen, denen wir in Ntronang und Umgebung helfen konnten, soll ich ein herzliches ,God bless you’ an alle Spender überbringen! Alle Finanzierungen sind nur durch die Spenden möglich gewesen! Deshalb bedanke auch ich mich bei allen sehr herzlich, die durch ihre Unterstützung so vieles ermöglicht haben.“
Auch wenn in den vergangenen Jahren vieles geschehen ist – die Not der Menschen in Ntronang ist nach wie vor sehr groß. Das Gesundheitswesen etwa liegt total im Argen, viele Menschen benötigen Therapien, Medikamente oder Operationen. Deshalb bittet die Wörglerin auch weiterhin um Unterstützung ihres Projektes, damit auch in nächster Zeit so manches schlimme Einzelschicksal gelindert werden kann.
Ein Benefizkonzert ist übrigens auch bereits in Planung: Es findet am 28. November im VZ Komma in Wörgl statt.
Wer die Sache unterstützen will: „Spendenkonto Afrika“: Elisabeth Cerwenka, IBAN: AT 34 2050 6001 0111 8040, Sparkasse Wörgl
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