Während das ein oder andere Wehwehchen in Österreichs WM-Truppe für Sorgenfalten sorgt, scheint Konrad Laimer nichts etwas anhaben zu können ...
Die Universal-Antwort „Belastungssteuerung“ wird Österreich durch die WM begleiten. Bislang betraf dies auch David Alaba und Patrick Wimmer - im gestrigen Training fehlte dann nur noch Marko Arnautovic. Das Wort kann prinzipiell viel heißen: Probleme mit dem Jetlag, schlecht gegessen, bis hin zu einer (kleineren) Verletzung – dafür werden tagtäglich die Infos eingeholt, etwa mittels CK-Wert-Messung oder einem kleinen Fragebogen.
Auch nach 97 Partien frisch
Aber an Konrad Laimer prallt jede Strapaze ab. Dem Double-Gewinner mit Bayern München stecken 55 Saisonpartien in den Knochen, oft nicht über die volle Distanz, aber kein ÖFB-Feldspieler spulte mehr als seine 3952 Spielminuten ab. „Ich hätte auch 97 Partien machen können und wäre frisch, die Vorfreude auf die WM ist einfach zu groß“, lächelt Laimer. Der die USA von einem Los-Angeles-Urlaub und der Klub-WM im vergangenen Jahr kennt. „Da war es in Orlando viel heißer, hier brauch‘ ich fast einen Sweater“, überraschten Laimer nur die angenehmen Temperaturen in Kalifornien. Das wird sich in Dallas und Kansas City noch ändern
„Aber ich bin in einer Phase, wo ich viel gesehen und erlebt habe, jedes Spiel gewinnen will, mit diesem Mindset bin ich auch bei der WM. Ich stelle mich in den Dienst der Mannschaft. Es macht einfach Spaß hier.“
Ob er als linker oder rechter Verteidiger, defensiv oder offensiv von Teamchef Ralf Rangnick gebraucht wird, ist dem 29-Jährigen auch egal: „Ich kann mich schnell anpassen, aber ich kann nicht in die Glaskugel schauen, erwarte gar keine Position für mich mehr. Es dreht sich alles so schnell. Wir brauchen hier jeden Einzelnen für eine spezielle Teamleistung.“
Ich bin in einer Phase, wo ich viel gesehen und erlebt habe, jedes Spiel gewinnen will, mit diesem Mindset bin ich auch bei der WM.

Konrad Laimer
Bild: APA/GEORG HOCHMUTH
Auch die ewigen Vertragsgespräche bei den Bayern prallen an Laimer ab: „Ich bin entspannt, im Hier und Jetzt.“ Also bei der WM, wo die Gerüchte nicht verstummen werden: Der AC Milan lockt Alaba, Lazio Rom hat erneut Romano Schmid im Visier und Mainz will bei Stefan Posch trotz hoher, einstelliger Millionen-Ablöse ernst machen. Na dann …
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