Sommerszene eröffnet

In Stöckelschuhen wird durchs Wohnzimmer getanzt

Salzburg
08.06.2026 22:48

Auch Alltagsszenen können offensichtlich so spannend sein, dass sie auf die Bühne gebracht werden. Wenn in Stöckelschuhen durchs Wohnzimmer getanzt wird, der Kopf auf den Küchentisch geschlagen wird, die Nähmaschine am Tisch rattert und die Türen wild auf und zu geknallt werden, dann ist das Tanz- und Performancefestival Sommerszene offiziell eröffnet.

 Der verrückte Tanz-Klassiker „Travelogue I – Twenty to eight“ von Sasha Waltz machte am Montagabend in der Szene den Auftakt. Bis 23. Juni dauert das Festival in diesem Jahr.

Sommerszene-Chefin Angela Glechner hat sich für ein spannendes Programm wieder ordentlich ins Zeug gelegt: „Ich bin viel herumgereist und habe mir viele Videos angeschaut. So hat sich das dann tatsächlich schön gefügt“, erzählte sie.

Angela Glechner mit Regisseur Hubert Lepka, Peter Hofer und Trumer-Chef Seppi Sigl (v.l.n.r.)
Angela Glechner mit Regisseur Hubert Lepka, Peter Hofer und Trumer-Chef Seppi Sigl (v.l.n.r.)(Bild: Markus Tschepp)

So gibt es auch heuer wieder eine Installation – oder besser gesagt zwei – zu bewundern. Die beiden Klanginstallationen des Schweizer Künstlers Dimitri de Perrot sind in den Wiesen des Salzburger Kurgartens aufgestellt. Einmal kann man sich dort auf einen klingenden Boden legen, die andere Installation präsentiert sich als begehbares Instrument.

Ausflug der Stiftung Mozarteum: Präsident Johannes Honsig-Erlenburg mit Gattin Anna (mit Kappe), ...
Ausflug der Stiftung Mozarteum: Präsident Johannes Honsig-Erlenburg mit Gattin Anna (mit Kappe), Kirsten Kimmig und Maria Reiser (re.).(Bild: Markus Tschepp)

Aber auch tänzerisch wird einiges geboten: Die Französin Leĭla Ka präsentiert ihr Debüt Maldonne, Marco da Silva Ferreira inszeniert in „F*cking Future“ mit eindrucksvollen Bildern den kollektiven Körper zwischen Euphorie und Bedrohung.

Und „Pudertanz“-Schöpferin Doris Uhlich fordert gemeinsam mit Susanne Kirnbauer die eigene Körperbiografie heraus – „dieses Mal aber nicht nackt“ konnte die „Krone“ Festival-Chefin Angela Glechner mit einem Augenzwinkern entlocken.

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