Ein Aktenvermerk zum Bahnübergang im Nußdorfer Ortsteil Pabing – dort, wo Nationalteam-Torwart Alexander Manninger sein Leben ließ – löst nun Kritik aus: Laut dem Grünen-Politiker Simon Heilig-Hofbauer sei die Sichteinschränkung aufgrund einer Bahnhaltestelle schon länger bekannt. Für die dort aufgestellte Stopp-Tafel fehle eine rechtliche Grundlage.
Der Unfall-Tod der Salzburger Fußballlegende Alexander Manninger vor eineinhalb Monaten beschäftigt weiterhin Behörden und Politik. Vor allem geht es um den unbeschrankten Bahnübergang ohne Ampellicht im Nußdorfer Ortsteil Pabing, wo das Fahrzeug des Salzburgers von einer Zuggarnitur der Lokalbahn erfasst wurde.
Grüne-Politiker mit Kritik
Wie berichtet, laufen die Ermittlungen zum Unfall nach wie vor. Ein Aktenvermerk löst nun Kritik aus: Laut Simon Heilig-Hofbauer von den Salzburger Grünen sei die betroffene Eisenbahnkreuzung der Lokalbahn „seit Jahren nicht gesetzeskonform gesichert“. Der Politiker präzisiert: „In einem Aktenvermerk wird ganz eindeutig von einer ,Sichtraumeinschränkung‘ gesprochen. Bei der Lokalbahn ist dieser Umstand seit 2021 bekannt und aktenkundig gewesen.“
Heilig-Hofbauer zweifelt zudem, dass die 2020 dort angebrachte Stopp-Tafel rechtskonform errichtet wurde, da eine entsprechende Verordnung fehle, erklärt er im „Krone“-Gespräch. Der Landtagsabgeordnete richtete auch eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz an die Salzburg AG. In der Antwort wurde die alljährliche Überprüfung des Bahnübergangs bestätigt – samt Verweis: „Keine Mängel“. Das sieht der Politiker mit Blick auf den Aktenvermerk kritisch: „Anscheinend will man diese unangenehmen Differenzen heimlich, still und leise unter den Teppich kehren.“
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