Bauplan liegt vor

In Sparzeiten fließt eine Milliarde für Spitäler

Salzburg
08.06.2026 12:56

Nachdem die Übersiedlung des UKH auf das Gelände der Salzburger Landeskliniken abgesagt ist, musste jetzt umgeplant werden. Das Uniklinikum braucht auch für andere Abteilungen dringend Platz. Das Land investiert bis 2040 für die Bauten insgesamt rund eine Milliarde Euro. 

Das älteste Gebäude am Areal des Salzburger Landeskrankenhauses stammt aus dem Jahr 1698. Die historische Bausubstanz fordere im Klinikalltag ganz gewaltig, klagen verschiedenste Stellen immer wieder. 

Mit spätestens 2040 soll auf allen Abteilungen ein neues Zeitalter anbrechen. Nachdem das Unfallspital der AUVA doch nicht übersiedeln wird, wurde Platz für andere Pläne frei. Das Haus B an der Rudolf-Biebl-Straße kommt im ursprünglich geplanten Umfang. Durch den Rückzug der AUVA spare man sich hier bei den Planungskosten 290 Millionen Euro, hieß es bei einer Präsentation am Montag. 

Welche Abteilungen statt Unfallspital einziehen
Einziehen werden in den Neubau gegenüber der Chirurgie West die Abteilungen Dermatologie, Herzchirurgie, Innere Medizin I (sie ist derzeit noch im ältesten Gebäudetrakt), teilweise die Innere Medizin II, HNO, Kieferklink, Gefäßchirugie, teilweise die Anästhesie und ein Notaufnahme-Bereich. 

Zitat Icon

Ein Flickwerk ist nicht zukunftsweisend. Wir brauchen deshalb den Gesamtplan.

Daniela Gutschi (ÖVP), Gesundheitslandesrätin

Weitere neue Gebäudetrakte in Planung
Außerdem neu: Haus C, wo derzeit schon Nuklearmedizin, Radiologie und Radiotherapie untergebracht sind. Augenklinik und Genetik kommen dazu. Geplant ist am Standort der Gynäkologie (Haus F) auch ein Neubau mit zusätzlichem Kinder-Schwerpunkt.

Baufortschritte auch an der Doppler-Klinik
Auch an der Christian-Doppler-Klinik sind Bauarbeiten im Gange. Arbeiten an Gebäuden für die forensische Psychiatire sowie Akutversorgung und Gerontopsychiatrie laufen. Pläne gibt es für Neuroradiologie, Neurochirurgie und Neuroanästhesie. 

Wie sich der langfristige Investitionsplan in die Gebäudestruktur auf das nächste Doppelbudget auswirken wird, sei derzeit noch nicht absehbar, heißt es beim Land. Die Verhandlungen starten erst. Gegen Kritik, dass mit Franz Harnoncourt zuletzt ein zusätzlicher, vor allem teurer Spitalsbeauftragter installiert worden sei, wehrt sich Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP): „Wir planen damit noch weiter in die Zukunft.“

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