Die Staatsanwaltschaft Wels hat wie angekündigt Anklage wegen versuchten Mordes gegen einen 29-jährigen Deutschen erhoben, der sich am 9. Februar eine wilde, 160 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hatte. Er war auf einen Bauarbeiter zugerast, der sich in letzter Sekunde retten konnte.
Die Staatsanwaltschaft Wels hat – wie angekündigt – Anklage wegen versuchten Mordes gegen einen 29-jährigen Deutschen erhoben, der sich am 9. Februar eine wilde, 160 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei zwischen Wels und Altlengbach (Bezirk St. Pölten) geliefert hat. Dabei war der Mann direkt auf einen Bauarbeiter zugefahren, der sich in letzter Sekunde durch einen Sprung zur Seite retten konnte.
Sprang gerade noch zur Seite
Die Welser Autobahn (A25) war zum Zeitpunkt des Vorfalls im Bereich Terminal Wels wegen Bodenmarkierungsarbeiten durch eine Polizeistreife komplett gesperrt. Der Pkw-Lenker missachtete die Sperre und fuhr in den Baustellenbereich ein. Dort soll er mit 150 km/h direkt auf einen Arbeiter zugefahren sein. Dieser bemerkte dank des Folgetonhorns der Polizei die Gefahr und konnte sich gerade noch in Sicherheit bringen. Die Verfolgungsjagd mit der Polizei führte über die Westautobahn (A1) bis nach Niederösterreich.
Gleich mehrere Anklagepunkte
Die Staatsanwaltschaft Wels wertet den Vorfall mit dem Bauarbeiter als versuchten Mord – auch weil der Beschuldigte weder gebremst haben noch ausgewichen sein soll. Hinzu kommt eine Reihe von weiteren Anklagepunkten: Widerstand gegen die Staatsgewalt, mehrfache versuchte schwere Körperverletzung, mehrfache schwere Nötigung und Sachbeschädigung.
Verkehrsteilnehmer gefährdet
Konkret soll er immer wieder versucht haben, Streifenwagen von der Straße abzudrängen und die neun Beamten, die an der Verfolgungsjagd beteiligt waren, sowie weitere – namentlich nicht bekannte – Verkehrsteilnehmer gefährdet haben. An den Einsatzfahrzeugen entstand ein Schaden von mehr als 25.000 Euro. Der Verdächtige ist in Untersuchungshaft.
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