Derzeit sind die Wölfe in Oberösterreich wieder sehr aktiv – aber es spielt sich fast alles nur nördlich der Donau ab. Jetzt gab es binnen drei Tagen zwei Vorfälle, die von den Fachleuten genauer betrachtet werden. Denn zwei Isegrims kamen Höfen und deren Bewohnern am helllichten Tag näher als den Bauern lieb ist.
Das Mühlviertel ist Wolfsland – an jedem „Ende“ des Gebietes gab es nun Aufeinandertreffen von Mensch und Raubtier. In Peilstein und Ottenschlag näherte sich jeweils ein Isegrim einem Bauernhof sehr weit an und musste von Bewohnern verscheucht werden.
Nur 30 Schritte entfernt
„In einem Fall zeigte sich das Tier wenig beeindruckt, ließ sich erst nach einer Weile vergrämen. Im zweiten Fall hatte sich der Wolf auf rund 30 Schritte angenähert“, erklärt der oö. Wolfsbeauftrage Philipp Engleder-Öhler auf „Krone“-Anfrage. „Wir beobachten die Situation sehr genau. Vor allem, weil die Begegnungen auch während des Tages passiert sind“, so der Fachmann.
Wir werten beide Vorfälle als Vergrämung. Kommt es zu einem weiten Vorfall, ist eine Freigabe zum Abschuss möglich.

Philipp Engleder-Öhler, Wolfsbeauftragter
Bild: Markus Schütz
Vier-Wochen-Frist
Da die Orte weiter als zehn Kilometer voneinander entfernt sind, werden die Vorfälle nicht als nicht zusammenhängend gewertet. Gibt’s binnen vier Wochen neuerliche Zusammentreffen und Vergrämungen in den Gebieten, kann der Abschuss erlaubt werden. „Der Schutz der Bevölkerung und der Weidetiere hat oberste Priorität“, stellt Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger klar.
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