Nach einer Rechnungshofkritik an der Kinder- und Jugendhilfe in der Steiermark und dem Burgenland (fehlendes Fachpersonal, Krisenplätze und Datenverarbeitungssystemen) wollen die Grünen wissen, was sich seither getan hat.
Ein Rechnungshofbericht zeigte im vergangenen Jahr gravierende Mängel in der Kinder- und Jugendhilfe in der Steiermark auf. Es fehlte an Krisenplätzen für Kinder und Jugendliche, die zuhause nicht mehr sicher sind. Das Platzangebot in stationären Einrichtungen reichte nicht aus, sodass Kinder in anderen Bundesländern untergebracht werden mussten. Die Gefährdungsabklärungen steigen österreichweit (plus 20 Prozent zwischen 2018 und 2022 in Österreich), sodass es zu Personalmangel gekommen ist. Bei der Verarbeitung der Daten fehlten automatisierte Auswertungen und so weiter.
Mit einer neuen schriftlichen Anfrage an Soziallandesrat Hannes Amesbauer (FPÖ) wollen die steirischen Grünen jetzt Klarheit darüber, ob und wie das Land Steiermark den Empfehlungen des Rechnungshofs bisher nachgegangen ist. Gerade im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sei Verlässlichkeit entscheidend. „Kinder, Familien und Fachkräfte brauchen das Gefühl, dass Probleme nicht nur beschrieben, sondern auch Schritt für Schritt gelöst werden“, meint die grüne Sozialsprecherin Veronika Nitsche.
Welche konkreten Maßnahmen wurden bislang umgesetzt? Wurde seit Veröffentlichung des Rechnungshofberichts eine IT-Unterstützung für Sozialarbeiter in den Bezirksverwaltungsbehörden eingeführt? Welche Schritte wurden gesetzt, um eine ausreichende personelle Ausstattung der Kinder- und Jugendhilfe sicherzustellen? Diese und 30 weitere Fragen richten die Grünen an Amesbauer. „Es braucht Transparenz darüber, was seither tatsächlich passiert ist“, so Nitsche.
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