Mit Fake-Identitäten

109.000 Euro von elf Banken ergaunert: Haftstrafe

Salzburg
03.06.2026 12:40

Sage und schreibe elf verschiedene Bankinstitute konnte ein tschechischer Krimineller (55) mit falschen Identitäten hinters Licht führen und insgesamt 109.000 Euro erbeuten. Den schweren Betrug gab er beim Prozess am Mittwoch in Salzburg unumwunden zu. Es setzte dreieinhalb Jahre Gefängnisstrafe, nicht rechtskräftig.

Der angeklagte Tscheche hatte zuvor schon Banken in Deutschland und Österreich betrogen, dafür Strafen und Eintragungen im Vorstrafenregister bekommen. Doch der Rückfallstäter machte weiter – und es gelang ihm auch eine Zeit lang. Elf Bankinstitute konnte er unter Verwendung einer falschen Identität um 109.000 Euro erleichtern.

Beim zwölften Mal, als er weitere 20.000 Euro erbeuten wollte, flog die Sache auf. Wie? Offenbar nutzte er Daten von Unternehmen und gefälschte Dokumente wie Kontoauszüge, gab sich als Kunde der jeweiligen Bankinstitute aus und konnte so die jeweiligen Mitarbeiter hinters Licht führen.

Am Mittwoch musste er sich deshalb wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs im Salzburger Landesgericht erklären. Dabei legte er ein volles Geständnis ab. Aufgrund der erhöhten Strafdrohung durch seinen raschen Rückfall setzte es dreieinhalb Jahre Haft – bis zu sieben Jahre Gefängnisstrafe wären möglich gewesen.

Zudem sicherte der Tscheche zu, den Schaden in Höhe von 109.000 Euro wiedergutzumachen. Das Urteil nahm er an, die Staatsanwaltschaft erwägt noch Rechtsmittel. Daher ist es nicht rechtskräftig. 

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