Neues Kapitel im Streit um den Schweinebetrieb von Andreas Hubmann in Gerersdorf: Nun soll der Bürgermeister der Nachbargemeinde Hafnerbach Anzeige erstattet haben, weil ihm zitternde Tiere aufgefallen seien. Doch dieser bestreitet das.
Die Zukunft der Schweinehaltung oder ein großes Problem für die Umwelt? Der Betrieb von Landwirt Andreas Hubmann in Gerersdorf im Bezirk St. Pölten polarisiert jedenfalls – die „Krone“ berichtete. Er hält 600 Schweine – nicht im Stall, sondern auf einem Acker in einem Zelt.
Nach mehreren Räumungsbescheiden und Strafverfahren nun das nächste Kapitel: Der Bürgermeister der Nachbargemeinde Hafnerbach soll Anzeige wegen Tierquälerei erstattet haben, weil frierende Tiere entdeckt worden seien. Das behauptet der Verein gegen Tierfabriken (VGT), der Hubmann seit Längerem unterstützt. „Er gibt an, er habe im Schweinebetrieb beim Vorbeigehen frierende Ferkel gesehen. Er fordert in einem Schreiben die BH auf, wegen Tierquälerei zu ermitteln“, so der VGT.
„Die beste Haltungsform“
Dabei wäre dort das Gegenteil der Fall. „Im Gegensatz zu Vollspaltenböden haben die Schweine dort Liegekomfort, können wühlen und kleinere Strecken laufen. Die Haltungsform ist mit Abstand die beste. Die Anzeige ist ein neuer Höhepunkt der Eskalation von Schweineindustrie und Behörden“, ist VGT-Obmann Martin Balluch überzeugt.
Nur: Ortschef Stefan Gratzl beteuert, nie Anzeige erstattet zu haben. Einem Mitarbeiter der Gemeinde seien die zitternden Tiere aufgefallen. Er habe daraufhin lediglich die Behörde ersucht, sich das näher anzusehen. „Es ist keine offizielle Anzeige. Ich habe die Unterbringung nie bewertet und auch das Wort Tierquälerei nie erwähnt“, so Gratzl.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.