Ohne den Einsatz der vielen Freiwilligen stünde es auch in Kärnten schlecht um vieles. Das zeigt sich besonders im Feuerwehr- und Rettungswesen. Doch auch Nahversorger tragen zur regionalen Sicherheit bei.
„Es ist wirklich nicht selbstverständlich, was die Kärntnerinnen und Kärntner leisten. Da sieht man, in welch glücklicher Lage wir uns befinden“, zollt Landeshauptmann Daniel Fellner den Einsatzkräften Respekt. „Die Feuerwehren sind im Vorjahr zu 17.000 Einsätzen ausgerückt, haben 2093 Menschen gerettet und die rund 20.000 Freiwilligen waren insgesamt 1,6 Millionen für die Menschen tätig.“
Mehr Geld für Rettungsdienste
Auch bei dem verheerenden Waldbrand im Lesachtal standen gut 1500 Menschen im Einsatz. „Wenn man das mit Berufskräften bewältigen wollte, wäre das finanziell einfach nicht machbar“, stellt Fellner klar. Auch die Freiwilligen des Roten Kreuzes leisten oft Übermenschliches. „Wir haben den Rettungseuro auf 16,6 Millionen Euro erhöht, aber es ist klar, dass sich dadurch die prekäre Lage der Einsatzkräfte nicht verändern wird“, so Fellner, der eine österreichweite Finanzierung fordert. „Darauf haben wir uns auch in der Landeshauptleute-Konferenz geeinigt.“
Sicherheit durch Lebensmittelversorgung
Was Nahversorger mit Sicherheit zu tun haben, erschließt sich vielleicht nicht auf den ersten Blick – beim genaueren Hinsehen umso mehr. „Die Versorgung mit Lebensmitteln und mehr ist besonders wichtig für das Leben in den ländlichen Regionen und kleineren Gemeinden“, betont Landesvize Martin Gruber. „Nahversorger, Bäcker, Fleischer sind Basis-Infrastruktur, die wir in den Regionen erhalten müssen.“ Das gilt besonders in Katastrophenfällen – Fellner verweist auf den Nahversorger in Arriach, der trotz allem die Menschen vor Ort weiter versorgen konnte.
So hat das Land seit 2020 rund zwei Millionen Euro in die Förderung gesteckt – 500 Mal wurden Förderungen ausgeschüttet. Das heurige Budget von 400.000 Euro wurde aber schon aufgebraucht. „Daher haben wir 200.000 Euro nachdotiert“, so Gruber. „Nahversorger sind schließlich auch Orte der Kommunikation, oft die einzig verbliebenen Treffpunkte.“ Doch nicht bloß die Läden selbst profitieren von der Förderung. „Sie ist mit der Verpflichtung zu mehr regionalen Produkten verknüpft“, betont Gruber. Auch beim Thema Energiesicherheit werden Gemeinden vom Land unterstützt.
Sicherheit durch Prävention
Sicherheit kann aber auch über die Vermeidung von Gefahrensituationen gewährleistet werden – in allen Lebensbereichen. Während der Kärntner Lawinenwarndienst aktive Sportler davor bewahren kann, einen folgenschweren Fehler zu begehen – im Vorjahr gab es auf die Internetseite rund 100.000 Zugriffe – und die Rettungskräfte zu fordern, hilft „wohin“ gerade in psychisch schwierigen Situationen.
„Prävention schützt Kinder deutlich besser als jede Reparaturpolitik. Und ,wohin‘ hilft dabei, die richtige Unterstützung zu finden“, erklärt der zuständige Landesrat, Peter Reichmann. „Daher haben wir die Mittel heuer auch um gut 100.000 Euro aufgestockt.“
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