Job-Hammer in der Wirtschaftskammer Österreich! In der Bundesorganisation der WKO in Wien-Wieden wird massiv gespart – 200 von 800 Stellen werden bis Ende 2027 abgebaut.
WKO-Präsidentin Martha Schultz konkretisierte am Dienstag vor dem Präsidium ihren Plan, wie sie die angekündigten Einsparungen von 100 Millionen Euro jährlich ab 2030 umsetzen will.
Schrittweiser Abbau in Abstimmung mit Betriebsrat
So wird, wie bereits kolportiert, auch in der Bundeskammer in Wien gespart. Dort wird jede vierte Stelle bis Ende 2027 abgebaut, hieß es aus der Kammer. Der Jobabbau geschehe schrittweise und in Abstimmung mit dem Betriebsrat.
Wer vom Abbau betroffen ist
Konkret betroffen sind Hausmitarbeiter (vollzeitäquivalent) der WKO-Bundeskammer in Wien-Wieden. Lehrlinge und Trainees sind nicht betroffen. Das gilt auch für Mitarbeiter von den rechtlich selbstständigen Fachverbänden sowie Töchtern der WKO. Neben der Bundeskammer gibt es neun Länderkammern, die ebenfalls sparen müssen.
Wir bauen Doppelgleisigkeiten, Ineffizienzen und Unübersichtlichkeiten in der Organisation ab.

WKO-Präsidentin Martha Schultz
Bild: Mario Urbantschitsch
Schultz: „Ziel ist moderne, schlagkräftige Interessenvertretung“‘
Die WKO will den Abbauplan ihren Angaben zufolge sozial verträglich gestalten und die Mitarbeiter in der Phase bestmöglich unterstützen. Ressourcen sollen konsequent auf jene Aufgaben fokussiert werden, die unmittelbar zum Nutzen der Mitgliedsbetriebe beitragen und die Schlagkraft der Organisation stärken.
„Ziel ist eine moderne, schlagkräftige Interessenvertretung, die sich konsequent an den Anforderungen der Betriebe orientiert“, so Schultz. Und fügte hinzu: „Wir bauen Doppelgleisigkeiten, Ineffizienzen und Unübersichtlichkeiten in der Organisation ab.“ Im Zuge der Neuaufstellung würden Strukturen vereinfacht, Leistungen gebündelt oder eingestellt bzw. woanders integriert.
Weniger Generalsekretäre
Bereits vor wenigen Tagen gab Schultz im Zuge der Einsparungsmaßnahmen bekannt, ihr Generalsekretariat zu halbieren. Jochen Danninger bleibt erster Generalsekretär, und hat mit Herwig Höllinger künftig nur noch einen Stellvertreter. Thomas Spann und Eva Liebmann bekommen neue Aufgaben.
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