Vater (31) verurteilt

Baby gewürgt: Neuer Prozess mit milderer Strafe

Salzburg
02.06.2026 14:30

Nach der Aufhebung des Urteils musste sich ein Flachgauer (31) am Dienstag erneut im Salzburger Landesgericht verantworten. Dem Vorwurf nach hat er sein eigenes Kind im Alter von nur acht Monaten gewürgt. Anders als beim ersten Prozess legte er diesmal ein Geständnis ab.

Zum zweiten Mal musste ein Vater (31) am Dienstag im Salzburger Landesgericht erklären, warum er sein eigenes Kind gewürgt hat – ein acht Monate altes Baby. Passiert ist es im gemeinsamen Haushalt im Flachgau Anfang 2024.

Anders als noch beim ersten Prozess vor eineinhalb Jahren, bei dem er den Vorwurf gänzlich bestritt und von einem Unfall bei der Couch sprach, legte er diesmal sofort ein Geständnis ab – und schwieg auf Anraten von Verteidiger Kurt Jelinek. Die Mutter des Kindes entschlug sich im Zeugenstand der Aussage. Eines aber sagte sie dann doch: „Er ist ein guter Vater.“

Oberster Gerichtshof hob erstes Urteil auf
Bei der ersten Verhandlung wurde der 31-Jährige noch zu drei Jahren unbedingter Haft wegen absichtlich schwerer Körperverletzung verurteilt. Doch dieses Urteil hob der Oberste Gerichtshof auf. Grund waren rechtliche Fehler hinsichtlich der Feststellung der Verletzungen beim Kind. Daher war die Neudurchführung notwendig.

Und entsprechend der höchstgerichtlichen Entscheidung änderte sich diesmal sowohl der Schuldspruch als auch die Strafe: Der Flachgauer erhielt 15 Monate teilbedingte Haft, fünf davon unbedingt wegen schwerer Körperverletzung. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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