Regeln missachtet

Deutscher (25) nach Kollision in Wasserrutsche tot

Ausland
02.06.2026 15:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein tragischer Unfall in einem Freizeitbad hat einem jungen Deutschen das Leben gekostet: In einer Wasserrutsche waren mehrere Männer zusammengestoßen, danach war ein 25-Jähriger bewusstlos. Trotz sofortiger Reanimation starb der Badegast wenige Tage später im Spital. 

Der Unfall ereignete sich im Freizeitbad Miramar in Weinheim im Bundesland Baden-Württemberg. Eine Gruppe mit vier jungen Männern im Alter von 25 bis 30 Jahren hatten am Abend des Pfingstsamstags die Rutsche „Twister“ benutzt, als es zu der folgenschweren Kollision kam. Die Beteiligten sollen sich gekannt haben und gemeinsam im Bad gewesen sein, wie der Sender SWR berichtete. 

Männer waren in Trichter „steuerungsunfähig“
Die Rutsche, auf der der Vorfall passierte, ist 150 Meter lang und habe mehrere Kurven – sie wird mit einem Reifen gerutscht, wie Miramar erklärte. Dazwischen kommen Badegäste in eine Art Trichter, in dem sie hin- und herschaukeln. Dort sei es zu der Kollision gekommen – Videoaufnahmen aus dem Inneren der Rutsche würden zeigen, dass die vier Badegäste „steuerungsunfähig“ gewesen seien, erklärte ein Sprecher. 

Hier sind Aufnahmen von der Wasserrutsche zu sehen:

Die Männer sollen die Nutzungs- und Sicherheitsregeln für die Rutsche missachtet haben, wie das Freizeitbad mitteilte. Videoaufnahmen würden zeigen, dass der erste der vier Männer gewartet habe, bis die Ampel am Anfang der Rutsche auf Grün umgeschaltet habe, aber die anderen keinen Abstand eingehalten hätten. Die Attraktion darf nur einzeln genutzt werden.

Laut den Ermittlungen verlor der 25-Jährige bei dem Zusammenstoß das Bewusstsein – Mitarbeiter des Bades wurden rasch auf den Mann in Notlage aufmerksam, zogen ihn aus dem Wasser und leisteten Erste Hilfe. Das Opfer wurde vom Rettungsdienst wiederbelebt und ins Krankenhaus gebracht.

In diesem Video kann man eine Rutschenfahrt miterleben:  

Auch zuvor soll die Gruppe Mitarbeitern des Bades aufgefallen sein: Bereits vor dem Unfall waren die Männer vom Badedienst wegen ihres Benehmens ermahnt worden. Sechs Tage nach dem Vorfall verstarb der Verunfallte schließlich, wie die Staatsanwaltschaft erklärte.

Rutsche und Ampel funktionierten einwandfrei
Rutsche und Ampel hätten am Unglückstag einwandfrei funktioniert, erklärte das Bad. Die Attraktion wird täglich vor der Öffnung des Bades kontrolliert. Zudem sei ein Badmitarbeiter als Aufsicht vor Ort. In Deutschland ist dies jedoch kein Muss, sofern eine Rutsche über Videoüberwachung, einen Sensor und eine Ampelschaltung verfügt. Die Polizei kündigte weitere Ermittlungen zu dem Badeunfall an.

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